ERFOLGREICHE FRAUEN IN MÄNNERDOMÄNEN

Was ist notwendig, um in einer Männerdomäne erfolgreich zu sein? Wie schafft man den Spagat zwischen Beruf, Familie und eigenem Anspruch? Darüber sprachen Sarah Fix-Bähre (Managerin bei Google), Susanne Küfe-Vorholt (Vorstand der Diesel Technic AG) und Dr. Jutta Middendorf-Bergmann (geschäftsführende Gesellschafterin der Ludwig Bergmann GmbH)  bei der vierten  „Berenberg Women Only“-Veranstaltung vor 80 Teilnehmerinnen in Hamburg. Moderiert wurde die lebhafte Podiums-Diskussion von Ulla Kock am Brink.

Shaida v. Berenberg-Gossler, Leiterin Strategieentwicklung im Private Banking bei Berenberg erklärt: „Die Idee der Veranstaltungsreihe ist es, Frauen mit spannenden Wirtschaftsthemen aus den Bereichen Finanz- und Kapitalmarkt wie auch sozialem Engagement zu begeistern und rundum zu informieren. Wir möchten in den Dialog mit Frauen treten, die etwas bewegen wollen, die etwas zu sagen haben – Frauen, die mit Leidenschaft ihren Beruf ausüben.“ Zudem bieten hochkarätige Referenten Einblicke in Karrierestrategien und in die Finanzwelt: „Frauen sollen mit unserem Konzept besser abgeholt werden.“ 

Noch immer sind Finanzgeschäfte eher männerdominiert - dementsprechend ist der Austausch unter Männern zu diesen Themen oft viel größer. „Frauen brauchen keine speziell auf sie zugeschnittenen Finanzprodukte, aber sie brauchen ein spezielles Informations- und Beratungsangebot in der Finanzplanung“, so Marit Falck, Prokuristin im Private Banking bei Berenberg. Die Berufs- und Lebensplanung, die statistisch längere Lebenszeit, Familienplanung und Einkommen sowie die persönliche Risikoeinstellung bestimmen die Vermögenskonzepte. „Wir entwerfen individuelle Lösungen bezogen auf die jeweilige Lebenssituation der Frauen“, erklärt Falck. Zudem wollen Frauen oft viel umfassender informiert werden. 

Die Referentinnen und das Publikum diskutierten,  wie man sich als Frau erfolgreich in der Männerwelt behauptet, ohne sich zu verbiegen, welchen Stereotypen Frauen in Top-Management-Funktionen begegnen und wie sich Karriere und Familie vereinbaren lassen. Beginnend mit dem Austausch von Pro- und Contra-Argumenten zur Frauenquote, über ungleiche Gehaltsstrukturen bis zu firmeneigener Kinderbetreuung wurde ein bunter Strauß von Themen ausgetauscht. Einigkeit bestand darüber, dass Frauen sich in ihren Karrierebestrebungen gegenseitig stärker unterstützen sollten - "Networking statt Stutenbissigkeit" müsse das Ziel sein.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein „get together“ mit der Möglichkeit, das persönliche Netzwerk zu erweitern und in Gesprächen vom gegenseitigen Know-how zu profitieren.

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