Privatbank

Cornelius Berenberg wird Bürger Hamburgs

Cornelius Berenberg

Im Dreißigjährigen Krieg, von 1618 bis 1648, der weite Teile des Deutschen Reiches und ganz besonders Norddeutschland verheerte, blieb die Stadt neutral. Sie belieferte Freund und Feind, wurde zum Lagerhaus, Bankenplatz und Versammlungsort Europas und konnte ihren Wohlstand stetig vermehren.

Um 1660 nahm mit Cornelius Berenberg bereits die dritte Generation am Hamburger Wirtschaftsleben teil. Ohne seine niederländische Herkunft zu verleugnen, betrachtete er sich doch in erster Linie als Hamburger Kaufmann und leistete 1684 als erster Berenberg den Bürgereid. Damit eröffnete er den nachfolgenden Generationen die Möglichkeit, in allen öffentlichen Ämtern tätig zu werden. Anders als in anderen Städten waren die Regierungsgeschäfte nicht den alten Geschlechtern vorbehalten. Zugewanderte Familien konnten hier verhältnismäßig schnell in offizielle Funktionen eintreten, sofern sie über Vermögen verfügten und ein Haus besaßen.

Cornelius leitete die Firma ein halbes Jahrhundert. Er intensivierte den Warenhandel weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, vertiefte die Beziehungen zu den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Portugal im Westen, zu Skandinavien im Norden, Russland im Osten und Oberitalien im Süden. Nützlich waren dabei die weit verzweigten verwandtschaftlichen Beziehungen, vor allem nach Lissabon und Livorno, wo sich – wie in Hamburg – wirtschaftlich bedeutende Kolonien von niederländischen Glaubensflüchtlingen angesiedelt hatten. Aus Livorno kamen italienische Seiden, Samt und andere Stoffe, vor allem aber war die dortige Kaufmannschaft die Brücke zum Orient mit seinem Reichtum an Gewürzen. Lissabon lieferte Kolonialerzeugnisse und kaufte aus Hamburg deutsche Manufakturwaren.


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Die Bank der feinen Hanseaten
"Die Hamburger Privatbank hat die Krise ausgesprochen gut überstanden", so die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

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