Dependance in der Neuen Welt

Johann Heinrich Gossler (II) wurde 1821 Mitglied des Rates der Stadtrepublik. Seine Generation führte alle jene Reformen durch, die der Stadt Hamburg ermöglichten, ihre führende Rolle als Wirtschafts- und Finanzplatz auch im 19. Jahrhundert zu bewahren und auszubauen.
Der Senator erkannte frühzeitig den Wert guter Verbindungen zu den aufstrebenden Vereinigten Staaten. 1828 schickte er seinen ältesten Sohn, Johann Heinrich Gossler (III), nach Boston. Zur Nutzung der dortigen Verbindungen errichtete dieser gemeinsam mit einem anderen jungen Deutschen die Firma Gossler & Knorre, Boston. Nacheinander traten seine Brüder, später die Söhne und Neffen, für einige Jahre in die Leitung dieses Unternehmens ein. Unter dem Namen Gossler & Co. spielte es zusammen mit seiner Niederlassung in New York bis zum Jahre 1902 eine wichtige Rolle in den Geschäften des Hamburger Stammhauses.
In Boston heiratete Johann Heinrich Gossler (III) im Jahre 1829 Mary Elizabeth Bray, Enkelin von Samuel Eliot, der sich um die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten verdient gemacht hatte. Ein Jahr später zog das Paar nach Hamburg, wo Johann Heinrich (III) in das Familienunternehmen eintrat. Nach dem Tod des Vaters, Senator Johann Heinrich Gossler (II), im Jahr 1842 führte er mit seinem Bruder Wilhelm die Firma fort, die sich in immer stärkerem Maße zum Bankhaus entwickelte.

