Der Neubeginn

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beschlossen Cornelius Freiherr v. Berenberg-Gossler und sein Sohn Heinrich, der bereits 1935 als Partner in die Firma eingetreten war, das aktive Bankgeschäft der seit mehr als 350 Jahren bestehenden Firma wieder aufzunehmen.
Im Zuge dessen wurde die Hamburger Filiale der Norddeutschen Kreditbank, Bremen, übernommen, da sich die Bremer, in Folge des Bizonengesetzes, davon trennen mussten. Im Gegenzug erhielt die Norddeutsche Kreditbank eine Beteiligung. Am 21. Juni 1948, dem Tage nach der Währungsreform, öffnete die alte Firma ihre Schalter im neuen Domizil am Alten Wall.
In den stürmischen Aufbaujahren fand Joh. Berenberg, Gossler & Co. ein weites Betätigungsfeld. Industrielle Wiederbelebung und der beginnende Außenhandel brachten einen großen Teil alter Kunden zurück und die Auslandsverbindungen früherer Jahre konnten schnell wieder aufgenommen werden.
1953 starb Cornelius Freiherr v. Berenberg-Gossler. Die Leitung der Firma lag nunmehr in den Händen von Heinrich Freiherr v. Berenberg-Gossler und August Rohdewald, bis dieser 1961 ausschied, um einer Berufung in den Vorstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt am Main zu folgen. Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung machte eine Erweiterung des Partnerkreises wünschenswert.
So trat 1961 Heinz A. Lessing und 1968 Joachim H. Wetzel, der der Bank seit 1952 angehörte, als persönlich haftende Gesellschafter in die Firma ein. Die Norddeutsche Kreditbank ist 1974 als Gesellschafter ausgetreten. Ein Anteil von 25% wurde seitdem von der Norddeutschen Landesbank, Hannover, gehalten und 2010 von der PetRie Beteiligungsgesellschaft und der Familie zurückgekauft.

