Privatbank

Vom Handelshaus zur Bank

Silbertaler

In Ermangelung eines funktionierenden Bankensystems übernahmen die Kaufleute früher selbst die Finanzierung der Warengeschäfte. Sie gewährten ihren Kunden Kredite und bevorschussten die Sendungen ihrer Lieferanten.
Die Vielzahl der verschiedenen Währungen bot außerdem die Basis für ein umfangreiches Wechselgeschäft mit guten Verdienstmöglichkeiten. Auch Cornelius Berenberg mehrte sein im Handel erworbenes Vermögen durch die Übernahme von Geld- und Versicherungsgeschäften und betätigte sich zunehmend als Bankier.

Nach seinem Tod im Jahre 1711 übernahmen seine Söhne Johann (II) und Rudolph (III) Berenberg die Firma. 1735 wurde Rudolph (III) in den Rat der Stadt gewählt, die Firma daraufhin in »Johann und Herr Rudolph Berenberg« umbenannt – mit der Stellung als Ratsherr war eine besondere Bonität verbunden. Der hamburgische Handel belebte sich damals rasch. Als Antwort auf den preußischen Merkantilismus wurde Hamburg 1727 zum »porto transito« erklärt: Es verzichtete fast vollständig auf Durchfuhrzölle und wurde ein sich allen Räumen öffnender Freihafen.

Auch der Siebenjährige Krieg (1756–63), in den halb Europa einbezogen war, brachte der hamburgischen Wirtschaft wieder deutliche Vorteile und förderte sowohl den Warenhandel als auch das Kreditgeschäft. Durch den ständigen Geldbedarf der kriegführenden Nationen wurde eine ungeheure Geldzirkulation in Gang gebracht. Am Ende des Krieges ging nicht nur das Warengeschäft abrupt zurück. Auch das Wechselgeschäft brach zusammen und zahlreiche Banken und Firmen gingen in Konkurs. Auch die Berenberg’sche Firma geriet in Schwierigkeiten und musste durch die schnell eingerichtete Darlehenskasse, durch die der Rat der Stadt grundsätzlich gesunden Unternehmen über die vorübergehende Illiquidität hinweghalf, gestützt werden. Ihr wurde ein Siebtel des gesamten Kassenvolumens zur Verfügung gestellt, was wohl nur mit dem hohen Ansehen, das Firma und Familie in Hamburg genossen, zu erklären ist.

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Pressestimmen

Die Bank der feinen Hanseaten
"Die Hamburger Privatbank hat die Krise ausgesprochen gut überstanden", so die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Karriere

Eine traditionsreiche Bank – ein moderner, perspektivenreicher Arbeitgeber.