Berenberg in der nationalen und internationalen Presse

Berenberg Bank wächst auch 2008

- Eigenkapitalrendite trotz schwierigen Umfeldes bei 37,5 % - Kernkapitalquote in der Gruppe bei 12,0 % - Assets under Management + 5 % auf 20,3 Mrd. Euro - Bilanzsumme steigt um 18,2 % auf 4,3 Mrd. Euro

Hamburg. Die Hamburger Berenberg Bank konnte ihren erfolgreichen Wachstumskurs auch im schwierigen Bankenjahr 2008 fortsetzen. Vermögenszuflüsse, Bilanzsumme und Anzahl der Kunden stiegen deutlich. Auch 2009 will Deutschlands älteste Privatbank weiter wachsen.

„Zwar kommt man in dem derzeitigen Umfeld ertragsmäßig nicht an ein historisches Rekordergebnis heran, wie wir es 2007 hatten. Mit dem Geschäftsergebnis 2008 sind wir jedoch sehr zufrieden“, kommentiert Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter, die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr. Der Jahresüberschuss liegt mit 47,1 Mio. Euro zwar unter dem Vorjahr (61,1 Mio. Euro) – „die Eigenkapitalrendite erreicht mit 37,5 % jedoch einen Wert, den andere Banken selbst in guten Zeiten gern hätten“, so Peters. „Besonders erfreulich ist zudem, dass wir unser Geschäft signifikant ausbauen konnten.“

Die Bank hatte zu keiner Zeit illiquide Papiere oder strukturierte Produkte in ihrem Bestand. Die langjährige konservative Risikostrategie musste selbst in Zeiten der Finanzkrise nicht angepasst werden. 2008 konnte Berenberg viele neue Kunden gewinnen, die Einlagen stiegen stark an. „Hier zeigt sich, dass wir als Privatbankiers mit persönlich haftenden Gesellschaftern an der Spitze besonderes Vertrauen genießen. Unser Haus hat in den letzten 400 Jahren schon viele nationale und globale Krisen erlebt. Wir haben ein funktionierendes, auf Kontinuität und Dienstleistung für den Kunden ausgerichtetes Geschäftsmodell – und natürlich betrachten wir schon aufgrund unserer persönlichen Haftung die Dinge mit Augenmaß und gesundem Menschenverstand und hinterfragen vieles lieber einmal mehr, bevor wir investieren.“

Die Anzahl der Mitarbeiter wurde aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 10 % auf 837 (Vj. 760) erhöht.

Die Bilanzsumme stieg aufgrund hoher Einlagenzuflüsse um 18,2 % auf 4,3 Mrd. Euro (Vj. 3,6 Mrd.), das erweiterte Geschäftsvolumen auf 4,4 Mrd. Euro (Vj. 3,8 Mrd. Euro; + 16,2 %).

Das haftende Eigenkapital der Bank wurde 2008 um 21,9 Mio. auf 177 Mio. Euro erhöht. Die Gesamtkennziffer nach Solvabilitätsverordnung (ehemals Grundsatz I) lag in der Bank mit 11,1 % und in der Gruppe mit 13,8 % deutlich über den geforderten 8 %. Die Kernkapitalquote in der Gruppe betrug zum Jahresende 12,0 %.

Die Bruttoerträge (Provisionsüberschuss, Zinsüberschuss, Erträge aus Tochtergesellschaften, Eigenhandel) konnten trotz des schwierigen Umfeldes von 199,8 auf 202,8 Mio. Euro gesteigert werden.

Den Verwaltungskosten wurde frühzeitig besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Trotz der Investitionen in das weitere Wachstum der Bank (Einstellung neuer Mitarbeiter, Investitionen in die IT, Marketingaktivitäten, Ausbau der Niederlassungen) blieben sie mit 134,8 Mio. Euro (Vj. 133,5 Mio. Euro) nahezu konstant.

Während das Rekordergebnis 2007 auch durch hohe Auflösungen in der Risikovorsorge beeinflusst war, ergibt sich 2008 unter Anlegung eines konservativen Bewertungsmaßstabes, der durch eine vorsichtige Einschätzung der globalen wirtschaftlichen Entwicklung gekennzeichnet ist, eine Nettodotierung der Risikovorsorge.

Die Aufwands-Ertrags-Relation („cost-income-ratio“) beträgt wie im Vorjahr 67 %.

„Wir sehen uns in allen Geschäftsbereichen als Qualitätsanbieter“, so Peters. Neben der besonderen Kundennähe zeichnet Deutschlands älteste Privatbank die Kontinuität in der Geschäftspolitik aus. Diese wird er zusammen mit seinen beiden zum Jahresbeginn in den Kreis der persönlich haftenden Gesellschafter eingetretenen Partnern Andreas Brodtmann und Hendrik Riehmer, die bereits seit 16 bzw. 18 Jahren für Berenberg tätig sind, fortführen.

Private Banking

Erneut konnte die Berenberg Bank einen starken Zufluss neuer Kundengelder verzeichnen, u. a. im Bereich großer Familienvermögen. 1,3 Mrd. Euro wurden im Private Banking neu akquiriert. „Die traditionellen Werte einer Privatbank stehen gerade in diesen schwierigen Zeiten wieder sehr hoch im Kurs. Die Anleger legen Wert auf eine individuelle und persönliche Beratung, auf Kundennähe, Kontinuität und Werterhalt“, so Andreas Brodtmann.

Nachdem Berenberg in Deutschland an acht Standorten (Hamburg, Bielefeld, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Wiesbaden) vertreten ist, wird im Frühjahr 2009 eine Repräsentanz in Salzburg eröffnet. Das internationale Private Banking wird darüber hinaus von der Berenberg Bank (Schweiz) AG in Zürich betrieben, die 63 Mitarbeiter beschäftigt.

Sehr erfreulich entwickelt sich das Geschäft mit Kooperationspartnern, für deren Kunden Berenberg die Vermögensverwaltung übernimmt oder einzelne Lösungen zuliefert. Im Sparkassenbereich ist Berenberg mittlerweile der größte Kooperationspartner im Bereich Vermögensverwaltung.

Investment Banking

Das Investment Banking hat 2008 ein überaus erfolgreiches Jahr gehabt und konnte die Marktanteile im Bereich der europäischen Aktien deutlich steigern. Das 25-köpfige Analystenteam erstellt Research über 300 börsennotierte Unternehmen. Die Analysten sind dezentral in Hamburg sowie an den Standorten London, Mailand, Paris und Zürich eingesetzt und somit nah an den gecoverten Unternehmen, von denen sich mittlerweile 70 % im Ausland befinden. In den verschiedenen Rankings ist Berenberg seit Jahren in der Spitzengruppe zu finden. Die Zahl der betreuten institutionellen Investoren konnte von 300 auf 340 ausgeweitet werden.

„Aufgrund unserer in den letzten Jahren erarbeiteten Marktdurchdringung und engen Kundenbeziehungen werden wir die sich bietenden Möglichkeiten nutzen und unsere Dienstleistungen nun zusätzlich zum Small- und Mid-Cap-Bereich auf den Large-Cap-Sektor ausdehnen“, sagt Hendrik Riehmer. Damit folge man auch der Erwartungshaltung seitens der Kunden. Neu aufgebaut wird derzeit zudem der Bereich Sales Trading für Fixed-Income-Produkte.

Das Corporate Banking wurde mit dem vor 18 Monaten errichteten Bereich Structured Finance zusammengelegt, um so unseren Unternehmenskunden gezielt Finanzierungslösungen anbieten zu können.

Institutionelles Asset Management

In unserem Bereich Institutionelles Asset Management konzentrierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Aktivitäten vor allem auf den weiteren Ausbau der Konzepte zum Thema aktives Risikomanagement. Aufgrund unserer ausgewiesenen Expertise in den Themenfeldern Overlay Management und optionale Strategien konnten wir im Jahr 2008 Netto-Mittelzuflüsse in Höhe von 1 Mrd. Euro verzeichnen. Hierbei ist hervorzuheben, dass unsere institutionelle Kundschaft das Know-how über sämtliche Assetklassen hinweg nachfragte.

Aufgrund des hieraus resultierenden Produktportfolios sind wir auch für das Jahr 2009 sehr zuversichtlich, unsere Assets under Management zu steigern und unseren Kunden weiterhin einen echten Mehrwert durch aktives Asset Management in diesen volatilen Zeiten zu bieten.

Commercial Banking

Der Bereich Commercial Banking konzentriert sich auf denSchifffahrtsbereich (operatives Geschäft, wie z. B. Führen von Schiffskonten, Zahlungsverkehr, aber auch Finanzierung von Gebrauchttonnage) sowie Finanzdienstleister und Handelsfinanzierungen. „Wir haben uns erfolgreich als Qualitätsanbieter positioniert und sind in definierten Nischen Marktführer. Der Bereich Commercial Banking definiert sich nicht über das Kreditgeschäft, sondern als Dienstleister. Der Anteil der Provisionseinnahmen ist bedeutend, und die Erträge aus Einlagen sind doppelt so hoch wie diejenigen aus Krediten“, erklärt Brodtmann.

Berenberg Unternehmer Office

Gut angenommen wurde auch das Berenberg Unternehmer Office, in dem eine besondere Expertise bei der Betreuung von Unternehmern vorgehalten wird. „Die Beratung aus einer Hand erlaubt es uns, die Zusammenhänge zwischen Finanzierungsfragen des Unternehmens und dem Unternehmervermögen zu berücksichtigen. Dies ist von besonderer Bedeutung, da ein Großteil des Unternehmervermögens im Unternehmen gebunden ist“, so Peters. Dieser Ansatz ist die Fortführung der klassischen Dienstleistungen eines Privatbankiers.

Ausblick

„Wir werden das laufende Jahr nutzen und unseren Wachstumskurs fortsetzen. Unser Ziel ist es, weiter Marktanteile zugewinnen. Dazu werden wir sowohl unsere bestehenden Geschäftsfelder ausbauen als auch neue Bereiche aufbauen. Dementsprechend sind wir weiter auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern“, formuliert Peters die Ziele für 2009.

Ein PDF zum Download der Pressemitteilung finden Sie hier.

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Karsten Wehmeier
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