Berenberg Asset Manager vor einer Vielzahl von Computern

Anlagekonzept 1: Alpha meets Beta

Einem aktiven Aktienmanager stehen grundsätzlich drei Elemente zur Generierung einer Outperformance gegen einen passiven Aktienindex zur Verfügung: die Einzeltitelselektion, die Gewichtung der Einzeltitel und das Markttiming.

Während i.d.R. von diskretionären Managern alle diese Aufgaben übernommen werden, haben wir die Wertschöpfungskette separiert und in individuellen Investmentprozessen abgebildet:

Aktive Aktienselektion sucht Alpha-Renditen. Es soll mittels einer streng modellgesteuerten Selektion von Einzeltiteln sowie ihrer Gleichgewichtung ein Mehrertrag gegenüber dem passiven Aktienselektionsuniversum, daß heißt der Benchmark, generiert werden.

Systematisch und effizient wird dazu das Anlageuniversum einer fundamentalen, markt-technischen und Risikoanalyse mittels sechs Indikatoren unterzogen. Diese filtern nach fundamental unterbewerteten Titeln, die sich in einem attraktiven Aufwärtstrend befinden und sich in der Vergangenheit als resistent in fallenden Märkten gezeigt haben.

Dennoch unterliegen auch risikoaverse Aktienportfolios einer bestimmten Beta-Schwankung, d.h. dem allgemeinen Markttrend, was aufgrund niedriger Risikobudgets zu einer weiterhin niedrigen Aktienquote und nur zum zögerlichen Ausbau derselben führt.

Um dem Wunsch der Investoren nach risikoarmer Rendite nachzukommen, kann zusätzlich ein „Equity Protect Overlay“ eingesetzt werden, was aktiv und unabhängig vom Selektionsprozess das Markttiming und damit das Beta des Aktienportfolios steuert.

Im Equity Protect Overlay setzen wir Index-Futures-Short-Positionen ein, um im fallenden Markt das Beta des zugrundeliegenden Aktienportfolios zu reduzieren und damit die Investition zu hedgen. Im steigenden Markt sollen möglichst wenig Futures-Short-Positionen gehandelt werden, damit das zugrundeliegenden Aktienportfolio mit möglichst vollständigem Beta an der allgemein positiven Marktbewegung partizipieren kann. Zur Identifikation des Eintrittszeitpunktes und Ausmaßes einer Marktbewegung nutzen wir quantitative Handelsmodelle mit trendfolgendem Charakter, da diese einer Marktbewegung solange definitionsgemäß folgen bis sich eine Trendumkehr einstellt.

Die Kombination aus systematischem Alpha- und Beta-Management bietet dem Investor eine echte Alternative zum Balanced Portfolio und kann über einen Marktzyklus hinweg sogar eine bessere Wertentwicklung im Vergleich zur klassischen Long-only-Aktienanlage bei deutlich reduziertem Risiko erzielen.

Während das Konzept auf individuelle Portfolios im Spezialmandat angewendet werden kann, bieten wir es auch als Publikumsfonds-Lösung im Berenberg Global Equity Selection Protect  für globale Aktien an.

Anlagekonzept 2: Rentenportfolio mit Durationssteuerung und Zusatzertrag

Bei der Ausgestaltung eines individuellen Rentenmandates stellt sich für den institutionellen Investor sowohl die Frage nach der Einzeltitelselektion als auch nach der Portfolioduration.

Grundsätzlich gilt: je höher das Emittentenrisiko und je länger die Duration desto höher der Zinsertrag. Somit stehen also auch bei einer Investition in ein Rentenportfolio Rendite und Risiko in engem Zusammenhang und müssen nachhaltig ausbalanciert werden.

Während i.d.R. von diskretionären Managern sowohl die Titelselektion als auch die Durationssteuerung übernommen werden, haben wir die Wertschöpfungskette separiert und in individuellen Investmentprozessen abgebildet:

Konkret bedeutet dies, dass wir verschiedene quantitative Anleihenselektionsansätze entwickelt haben, die je nach Rendite und Risiko-Appetit des Investors Einzeltitel aus den Bereichen Geldmarkt, Staats-, Unternehmens- und Finanzanleihen auswählen. Ziel ist es, durch die Wahl des Einzeltitels und seiner Gewichtung im Portfolio eine Outperformance gegen den entsprechenden passiven Marktindex, d.h. das Selektionsuniversum, zu erwirtschaften.

Um die Portfolioduration systematisch zu steuern, kann zusätzlich ein „Duration Protect Overlay“ zum Einsatz kommen. Es werden Renten-Futures short bei steigenden Zinsen gehandelt, um die Duration des zugrundeliegenden Anleihenportfolios zu reduzieren und damit die Investition zu hedgen. Fallen die Zinsen, sollen möglichst wenig Futures-Short-Positionen gehandelt werden, damit das zugrundeliegenden Anleihenportfolio mit möglichst vollständiger Duration an der positiven Marktbewegung partizipieren kann. Zur Identifikation des Eintrittszeitpunktes und Ausmaßes einer Marktbewegung nutzen wir quantitative Handelsmodelle mit trendfolgendem Charakter, da diese einer Marktbewegung solange definitionsgemäß folgen bis sich eine Trendumkehr einstellt.

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