27.03.2018 — Berenberg/HWWI-Studie "Schifffahrt in Zeiten des digitalen Wandels"

Die Welt erlebt momentan einen Konjunkturboom. Alle großen Wirtschaftsräume – die USA, Europa, Japan und China – können sich über kräftiges Wirtschaftswachstum freuen. Doch abseits der erfreulichen Momentaufnahme zeigt sich, dass sich die Welt derzeit tiefgreifend wandelt und sich auch in den kommenden Jahren weiter deutlich verändern wird. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld ist deshalb auf mittlere und längere Sicht voller Ungewissheiten: Beginnt ein neues Zeitalter der wirtschaftlichen Abschottung? Welche Effekte haben die demografischen Umbrüche? Wie groß ist der Einfluss der Klimawandels und der daraus resultierenden umweltpolitischen Maßnahmen. Was sind die Folgen des digitalen Wandels für die Wirtschaft allgemein und ganz konkret für den Güterhandel?

 

Diese Fragen betreffen große Teile der Wirtschaft und Gesellschaft. Die Schifffahrtsbranche ist von vielen dieser Zukunftsfragen direkt oder zumindest indirekt betroffen. Dabei stellen die ungewöhnlich stark ausgeprägten Ungewissheiten für den Schifffahrtssektor eine besondere Herausforderung dar, denn seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise befindet sich die Schifffahrt in einem Konsolidierungsprozess und die bestehenden Überkapazitäten sind noch nicht abgebaut.

 

Mit dieser Publikation möchten wir keine Prognose über die konkrete Entwicklung des Schifffahrtsmarktes abgeben. Wir möchten aber versuchen, den wirtschaftlichen Rahmen zu skizzieren, innerhalb dessen die Branche künftig Entscheidungen treffen muss. Dabei legen wir einen Schwerpunkt auf den digitalen Wandel. Unsere Analyse zeigt: Das Umfeld für die Schifffahrt in den kommenden Jahren wird sehr herausfordernd bleiben.