17.06.2019 — Wöchentlicher Makroausblick Juni 2019

TRUMP VERKÜNDET EINIGUNG IM DROHENDEN ZOLLSTREIT MIT MEXICO
Die drohende Eskalation im Zollstreit zwischen Mexiko und den USA konnte abgewendet werden. Donald Trump hatte Mexiko mit der Erhebung und schrittweisen Erhöhung von Sonderzöllen gedroht, sollte Mexiko keine überzeugenden Maßnahmen einleiten, um die Südgrenze der USA vor regelwidriger Migration zu schützen. Mexiko fungiert für zahlreiche lateinamerikanische Migranten als Transitland zur teilweise auch illegalen Einwanderung in die USA. Der mexikanische Außenminister, Marcelo Ebrard, hatte in Washington hartnäckig verhandelt, um die Implementierung eines fünfprozentigen Importzolls durch die USA zu vermeiden. Dies gelang ihm unter erheblichen Zugeständnissen. Mexiko verpflichtete sich unter anderem dazu 6000 Soldaten zur Sicherung der eigenen Südgrenze abzuordnen, insbesondere Schleusern solle hiermit der Kampf angesagt werden. Da sich die Weltwirtschaft durch politische Risiken und dem Handelskrieg zwischen China und den USA ohnehin in einer angespannten Lage befindet, sei die frühzeitige Lösung dieses Konflikts ein Anlass zum Feiern, so formulierte es zumindest der mexikanische Präsident Andrés Obrador.