04.07.2019 — Währungen - Währung aktuell - Juli 2019

EUR/USD
In den vergangenen Wochen hat die Geldpolitik gleich mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Die US-Notenbank Fed hat überraschend signalisiert, noch in diesem Jahr eine Zinswende zu vollziehen: Statt die Zinsen in diesem Jahr weiter anzuheben oder – wie es in den letzten Monaten als ausgemacht galt – zumindest konstant zu lassen, wird sie die Zinsen nun wohl zweimal um je 25 Basispunkte senken. In Europa hat EZB-Präsident Draghi mit seiner Rede in Sintra ein starkes Zeichen für eine lang anhaltend expansive Geldpolitik gesetzt. Gemessen an der Marktreaktion ist die Neuausrichtung der Fed die größere Überraschung, denn der Dollar wurde dadurch stärker geschwächt als der Euro. Die Gemeinschaftswährung konnte zeitweilig bis über 1,14 US-Dollar je Euro zulegen und notiert aktuell bei 1,13. Die überraschende Nominierung von Christine Lagarde als neue EZB-Präsidentin dürfte an der Geldpolitik wenig ändern. Angesichts der schwächeren Konjunktur in der Eurozone und der sehr lockeren EZB-Politik ist das Aufwärtspotential des Euro vorerst begrenzt, selbst wenn die Leitzinsen in den USA sinken.