14.11.2018 — Der Berenberg Preis für Wissenschaftssprache 2018 geht an Prof. Dr. Peter Mankowski für sein Buch „Rechtskultur“

Der Jurist erhält die Auszeichnung am 13. November 2018 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Komplexe Wissenschaft muss nicht kompliziert klingen und so zeichnet der mit 5.000 Euro dotierte Preis in Deutsch verfasste wissenschaftlich herausragende Arbeiten aus, die ästhetisch ansprechend und besonders verständlich geschrieben sind.

Der Preis wird von der Universitäts-Gesellschaft Hamburg verliehen und von der Berenberg Bank Stiftung von 1990 gestiftet.

Eine Jury wählte aus zahlreichen Vorschlägen den Preisträger aus. Ihr gehörten Claudia Spiewak (NDR), Matthias Iken (Hamburger Abendblatt), Karsten Wehmeier (Berenberg Bank Stiftung von 1990) und Prof. Dr. Hans-Harald Müller (Universitäts-Gesellschaft Hamburg) an.

Aus der Begründung der Jury:
„Die Jury hat den Preis dieser Arbeit verliehen, weil es Prof. Mankowski auf eindrucksvolle Weise gelungen ist, den abstrakten Gegenstand der Rechtskultur durch eine anschauliche und elegante Sprache anhand von ausgewählten Beispielen aus zahlreichen Kulturen und Ländern konkret und fassbar zu machen.“

„Wir freuen uns, Arbeiten auszuzeichnen, in denen sich Wissenschaftler bewusst dafür entschieden haben, in ihrer Muttersprache zu publizieren, auch wenn der Wissenschaftsbetrieb zunehmend internationaler wird “, so Karsten Wehmeier, Vorstandsmitglied der Berenberg Bank Stiftung.

„Die Hauptaufgabe der Universitäts-Gesellschaft Hamburg ist es, den Dialog und das Zusammenwirken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Dafür steht besonders auch der Berenberg Preis für Wissenschaftssprache“, so die erste Vorsitzende der Universitäts-Gesellschaft, Elke Weber-Braun, „Werke wie das von Professor Mankowski ermöglichen ein gegenseitiges Verständnis und leisten einen wichtigen Beitrag zu einem lebendigen Dialog.“

Die Festrede der Feierstunde zur Preisverleihung hält Lutz Marmor, Intendant des NDR. Sie trägt den Titel: „Der Beitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur demokratischen Gesellschaft“

Der Preisträger Prof. Dr. Peter Mankowski, geboren 1966; Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg; 1994 Promotion (Hamburg); 2000 Habilitation (Osnabrück); seit 2001 Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privat- und Prozessrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Hamburg; Direktor des Seminars für Internationales Privat- und Prozessrecht der Universität Hamburg.

Das Buch „Rechtskultur“ ist bei Mohr Siebeck in der Reihe Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht des Max-Planck-Instituts erschienen (ISBN 978-3-16-154828-4). Es bietet eine rechtsvergleichend-anekdotische Annäherung an einen schwierigen und vielschichtigen Begriff. Rechtskultur ist so bunt und vielgestaltig wie das Recht und das Leben selber.

Bildunterschrift (v.l.): Elke Weber-Braun, erste Vorsitzende der Universitäts-Gesellschaft, Preisträger Prof. Dr. Peter Mankowski, Karsten Wehmeier, Berenberg,
Foto: Silke Richter/UGH, Abdruck honorarfrei

 

Sandra Hülsmann
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