DER PREIS

Der „Berenberg-Preis für unternehmerische Verantwortung“ wird 2018 zum dritten Mal verliehen. Die älteste Privatbank Deutschlands zeichnet damit ein deutsches Familienunternehmen aus, das in besonderer Weise Verantwortungsbewusstsein demonstriert – durch gesellschaftliches, soziales oder kulturelles Engagement gegenüber seinen Mitarbeitern oder der allgemeinen Öffentlichkeit. Die Auszeichnung soll die sichtbare Würdigung eines Unternehmens sein, das dieses Verantwortungsbewusstsein in beispielhafter und inspirierender Weise demonstriert.

Berenberg-Preis für unternehmerische Verantwortung geht an Ritter Sport

Hamburg. Deutschlands älteste Privatbank hat den zum dritten Mal ausgeschriebenen „Berenberg-Preis für unternehmerische Verantwortung“ am Donnerstag vor 400 Gästen im Hamburger Michel an Ritter Sport verliehen. Damit zeichnet Berenberg das Projekt „El Cacao“ des Schokoladenherstellers aus, bei dem Ritter Sport in Nicaragua auf ehemaligem Weideland eine eigene Plantage für nachhaltigen Kakaoanbau errichtet hat.

 

„Unternehmerische Verantwortung hat bei vielen Familienunternehmen eine lange Tradition. Sie setzen sich nicht nur für den Erfolg und Fortbestand ihres Unternehmens ein, sondern auch für das Gemeinwohl, ihre Mitarbeiter oder ihre Region. Dieses Selbstverständnis hat auch etwas damit zu tun, dass Unternehmer einen sehr langfristigen und auf Nachhaltigkeit ausgelegten Wirkungshorizont haben“, so Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg. Als inhabergeführte Privatbank versteht sich Berenberg als Dienstleister und verantwortungsvoller Partner an der Seite seiner Kunden und hat den Preis ausgeschrieben, um Projekte von Unternehmen auszuzeichnen, die auf besondere Weise gesellschaftliches Engagement und Unternehmenszweck miteinander verbinden. „Nur wer verantwortungsvoll mit dem ihm entgegengebrachten Vertrauen umgeht, kann als Unternehmen langfristig erfolgreich sein“, so Peters.

 

Ritter Sport hat in Nicaragua 2.500 Hektar ehemaliges Weideland erworben und in 1.500 Hektar Anbaufläche für Kakao sowie in 1.000 Hektar Wald- und Feuchtgebiete umgewandelt. Die Bewirtschaftung erfolgt nach dem Agroforstsystem, das die Biodiversität der ehemaligen Weidefläche erhöhen soll. Das Projekt zeichnet sich neben ökologischen vor allem durch soziale Aspekte aus: Hohe Sicherheitsstandards, ärztliche Versorgung, umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen und eine Bezahlung über dem nicaraguanischen Mindestlohn garantieren den Mitarbeitern faire und sichere Arbeitsbedingungen. Rund um die Plantage sind kleine Dörfer mit Schulen und Geschäften und einem Bussystem gewachsen. Zudem wurde die Infrastruktur erheblich ausgebaut. So sichert das Unternehmen nicht nur die eigene Rohstoffversorgung aus ökologisch einwandfreien Quellen, sondern bietet zudem den Mitarbeitern vor Ort eine Zukunftsperspektive.

 

Alfred Ritter, Beiratsvorsitzender der Alfred Ritter GmbH & Co. KG: „Wir sehen uns durch den Berenberg-Preis in unserem Handeln bestätigt, dass nur ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen zukunftsfähig sein kann. Unsere Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt prägt seit vielen Jahren unsere Art zu wirtschaften. Die eigene Kakaoplantage „El Cacao“ soll darüber hinaus zeigen, dass ein wirtschaftlicher Kakaoanbau auch unter guten sozialen und ökologischen Bedingungen möglich ist.“

 

Das 1912 gegründete mittelständische Familienunternehmen beschäftigt heute rund 1.500 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von 482 Millionen Euro. Ritter Sport bezieht inzwischen als erster großer Tafelschokoladehersteller für das gesamte Sortiment ausschließlich zertifiziert nachhaltigen Kakao. Täglich verlassen über drei Millionen Tafeln das Werk im schwäbischen Waldenbuch, von wo sie in über 100 Länder weltweit exportiert werden.

 

Die Jury des Preises bilden Dr. Dominik von Au (INTES Akademie für Familienunternehmen), Univ.-Prof. Dr. Michèle Morner (Universität Speyer), Dr. Rainer Esser (Geschäftsführer der ZEIT), Dr. Florian Langenscheidt (Autor und Verleger) und Dr. Hans-Walter Peters (Berenberg).

 

DIE AUSSCHREIBUNG

Um den „Berenberg-Preis für unternehmerische Verantwortung“ kann sich grundsätzlich jedes Familienunternehmen in Deutschland bewerben, das sich in besonderer Weise engagiert. In welchem Bereich, ist dabei nicht entscheidend – ob kulturell oder sozial, ob in Bezug auf seine Mitarbeiter, seine Stakeholder oder die ganze Gesellschaft. Viel wichtiger ist, ob das Engagement besonders kreativ oder innovativ ist, ob das Unternehmen neue Wege geht und sich neue Handlungsfelder erschließt.

Wer kann sich bewerben?
Berenberg Unternehmenskommunikation

Das Hauptkriterium für die Auszeichnung ist die Verknüpfung von Engagement und Unternehmenszweck, idealerweise am Beispiel eines konkreten Projektes. Wie verbindet der potenzielle Preisträger innovatives und erfolgreiches Unternehmertum mit seiner Idee von Verantwortung?

Bewerbungsbogen (Einsendeschluss: 15. August 2018)
 

Kriterien für Bewerbung
Berenberg Unternehmenskommunikation

DIE JURY

Der Preis wird von der Privatbank Berenberg verliehen. Die Nominierung erfolgt durch eine unabhängige Expertenjury.