Kompakter Ausblick auf Kapitalmärkte, Volkswirtschaft, Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen. Jeden Monat neu.

Kapitalmärkte - Horizonte Handout | 01. Apr 2026

Horizonte Handout April 2026

Lesedauer: 25 MIN

Volkswirtschaft

  • Der Iran-Krieg lässt die Inflation in der Eurozone steigen und gefährdet die Konjunkturerholung.
  • Der Inflationsschub in Großbritannien schiebt weitere Zinssenkungen der Bank of England auf die lange Bank.
  • Der Nahost-Konflikt lässt auch in den USA die Spritpreise steigen, wodurch sich der Druck auf Trump erhöht, den Konflikt zu beenden.

Aktien

  • Der Krieg im Iran führte im März zu einem starken Abverkauf an den Aktienmärkten.
  • Unser Basisszenario bleibt, dass sich die Lage am Persischen Golf abkühlt und Aktien ihre Verluste perspektivisch wieder aufholen.
  • Eine etwas geringere Positionierung am Markt sowie eine sich bessernde Saisonalität dürften Aktien im April zusätzlich stützen.

Anleihen

  • Staatsanleihen sahen einen deutlichen Abverkauf seit Beginn des Iran-Kriegs.
  • Selbst im Falle einer Deeskalation würden wir an unserem Untergewicht in dem Segment festhalten.
  • Die Spreadausweitungen im Investment Grade und Hochzinssegment bleiben bisher überschaubar und es ist noch keine ausufernde Panik ersichtlich.

Alternative Investments / Rohstoffe

  • Der Ölpreis bleibt vom NahostKonflikt bestimmt. So dürften die globalen Lagerbestände aufgrund des Angebotsdefizits bereits sinken.
  • Der Goldpreis war zuletzt von steigenden Zinserhöhungserwartungen und einem stärkeren Dollar belastet.
  • Das Bild an den Metallmärkten bleibt heterogen: Hohe Lagerbestände lasten auf Kupfer. Aluminium profitiert von einer Angebotsknappheit und der gesperrten Straße von Hormus.

Währungen

  • Der Dollar profitiert von seiner Stellung als sicherer Hafen und dem Status der USA als Nettoenergieexporteur.
  • Sobald sich jedoch eine Entspannung im Nahen Osten abzeichnet, dürfte der Dollar voraussichtlich wieder etwas nachgeben.
  • Der japanische Yen gerät aufgrund der hohen Abhängigkeit Japans von Energie aus dem Nahen Osten zunehmend unter Druck.