Unsere Firmengeschichte
1590 - Die frühen Jahre
1590 gründeten die Brüder Hans und Paul Berenberg ihre Firma in Hamburg. Das Unternehmen war ursprünglich im Tuchhandel und im Im- und Exportgeschäft tätig.
Um 1660 leitete Cornelius Berenberg die Firma bereits in der dritten Generation. Er intensivierte den Warenhandel weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, vertiefte die Beziehungen zu den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Portugal im Westen, zu Skandinavien im Norden, Russland im Osten und Oberitalien im Süden.


1711 - Vom Handelshaus zur Bank
In Ermangelung eines funktionierenden Bankensystems übernahmen die Kaufleute früher selbst die Finanzierung der Warengeschäfte.
Sie gewährten ihren Kunden Kredite und bevorschussten die Sendungen ihrer Lieferanten. Auch Cornelius Berenberg mehrte sein im Handel erworbenes Vermögen durch die Übernahme von Geld- und Versicherungsgeschäften und betätigte sich zunehmend als Bankier.
1798 - Neue Aufgaben
Als „Discount and Acceptance House" erfreute sich Joh. Berenberg, Gossler & Co. weit über die Grenzen Hamburgs hinaus eines ausgezeichneten Rufes.
Schifffahrt und Versicherungswesen bildeten eine natürliche Ergänzung zum angestammten Geschäft. Als nach der Besetzung durch die französischen Revolutionsarmeen Amsterdam als Wechselplatz ausfiel, rückte Hamburg an seine Stelle. Den hanseatischen Häusern, den Geld-, Fonds- und Wechselmaklern sowie den Merchant-Bankern wie Joh. Berenberg, Gossler & Co. boten sich damit neue Tätigkeitsfelder.


1847 - Expansion in der Gründerzeit
Der Handel in der Hansestadt blühte. Die zunehmende Bedeutung von Schifffahrt und Industrie fand ihren Niederschlag in der Gründung zahlreicher neuer Aktiengesellschaften.
Joh. Berenberg, Gossler & Co. gehörte in diesen Jahren zu den Gründern der Hapag (1847), des Norddeutschen Lloyd (1857), der Ilseder Hütte (1858), der Norddeutschen Versicherungs-AG (1857) und der Vereinsbank in Hamburg (1856). Aufgrund der Aktivitäten der Bank im Ausland wurde sie u. a. Gründungsaktionär der Bergens Privatbank in Bergen (1855), der Hongkong and Shanghai Banking Corporation HSBC (1865), der Den Danske Landmandsbank in Kopenhagen (1871) und der Svenska Handelsbanken Stockholm (1871).
1913 - Zwei Weltkriege
Cornelius Freiherr v. Berenberg-Gossler fiel die schwere Aufgabe zu, das Unternehmen durch zwei Weltkriege zu steuern und den Wiederaufbau zu leiten.
Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse, in denen er keinen Raum mehr für eine traditionell im Außenhandel engagierte Bank sah, beschloss er 1932, sein Haus aus dem aktiven Bankgeschäft zurückzuziehen. Die Firma Joh. Berenberg, Gossler & Co. überstand die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft als Holdinggesellschaft. Zahlreiche Tagebucheintragungen belegen, dass Cornelius Freiherr v. Berenberg-Gossler den Nationalsozialismus entschieden ablehnte.


1948 - Der Neubeginn
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beschlossen Cornelius Freiherr v. Berenberg-Gossler und sein Sohn Heinrich, der bereits 1935 als Partner in die Firma eingetreten war, das aktive Bankgeschäft der seit mehr als 350 Jahren bestehenden Firma wieder aufzunehmen.
In den stürmischen Aufbaujahren fand Joh. Berenberg, Gossler & Co. ein weites Betätigungsfeld. Industrielle Wiederbelebung und der beginnende Außenhandel brachten einen großen Teil alter Kunden zurück und die Auslandsverbindungen früherer Jahre konnten schnell wieder aufgenommen werden.

2000 - Ausbau
Berenberg verstärkt seine regionale Expansion, Niederlassungen/Tochtergesellschaften in Deutschland und später auch im Ausland werden eröffnet. Nach der Finanzkrise von 2007/2008 baute Berenberg das Investmentbanking gegen den Trend deutlich aus. Dies zeigte sich insbesondere am Wachstum entsprechender Mitarbeiterzahlen sowie in einer Vielzahl von Kapitalmarkttransaktionen und Börsengängen.

Berenberg heute - Tradition trifft Zukunft
Auf dieser starken Basis bleibt das Bankhaus Berenberg auch im weiteren Verlauf des 21. Jahrhunderts seinen bewährten Gründungsprinzipien treu: Die persönliche Haftung der Inhaber sichert weiterhin Unabhängigkeit und ein strenges Risikomanagement. Als eine der führenden Privatbanken Europas verbindet das Haus heute seine über 430-jährige Geschichte mit der Erschließung zukunftsweisender Technologien und dem gezielten Ausbau digitaler Services.
Ein zentraler Meilenstein dieser zukunftsorientierten Ausrichtung war der Bezug des hochmodernen, nachhaltigen Ipanema Towers in Hamburg-Winterhude. Mit der Zusammenführung von rund 800 Mitarbeitern unter einem Dach bündelt das Bankhaus seine Kräfte, um durch schnellere Prozesse und maximale Synergien eine noch effizientere und intensivere Betreuung der Mandanten zu gewährleisten.



