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Glossar

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Japanisches Wirtschaftspolitikprogramm benannt nach Shinzo Abe, Premierminister seit 2012. Es besteht aus drei „Pfeilern“: 

  1. massive Ausweitung der Zentralbankgeldmenge durch die Notenbank, um die Deflation zu beenden,
  2. begrenzte staatliche Konjunkturprogramme und
  3. strukturelle Reformen.

vereinfachter Ausdruck für Conditional Value at Risk. Sollte der modifizierten Value at Risk (mVaR) überschritten werden, ist im langfristigen Durchschnitt mit dem modifizierten Conditional Value at Risk zu rechnen. Dieser gibt an, welche Abweichung bei Eintritt des Extremfalls, das heißt, bei Überschreitung des modifizierten Value at Risk (mVaR), zu erwarten ist.

Kennzahl, die die Abweichung des Portfolios gegenüber eines Vergleichsindex misst. Einfach interpretiert ist Active Share der Anteil eines Portfolios, mit dem der Manager aktiv von seinem Vergleichsindex abweicht. Für ein klassisches Wertpapierportfolio bewegt sich der Active Share in einer Spanne von 0 – 100, wobei 100 eine vollkommene Abweichung gegenüber dem Vergleichsindex anzeigt und 0 eine vollständige Übereinstimmung des zugrundeliegenden Portfolios zum Vergleichsindex ausdrückt. 

Als American Depositary Receipt werden auf US-Dollar lautende, von US-amerikanischen Depotbanken (Depositary Banks) in den USA ausgegebene Aktienzertifikate bzw. Hinterlegungsscheine bezeichnet, die eine bestimmte Anzahl hinterlegter Aktien eines ausländischen Unternehmens verkörpern und an ihrer Stelle am US-Kapitalmarkt wie Aktien gehandelt werden.

Aufgeld oder Ausschlag auf den Nenn- oder Nominalwert (100 %) der Zeichnungssumme.

Alternative Investmentfonds (AIF) gemäß Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB)

Ein Fonds Manager eines Unternehmens, das Alternative Investment Fonds (AIF) verwaltet.

Das Aktienmarktrisiko beschreibt die Gefahr, als Inhaber von Aktien unvorhersehbaren Kursänderungen ausgesetzt zu sein, die sogar zu einem Totalverlust führen können. Kursänderungen können dabei vielfältige Gründe haben, die jedoch häufig für Marktteilnehmer nicht direkt nachvollziehbar sind und generell auch nur eine Tendenz, aber nie einen exakten Kurs erklären können. Gründe für Kursänderungen einzelner Aktien sind beispielsweise die Veröffentlichung von Unternehmensmeldungen oder Quartalsergebnissen. Aktienkurse werden aber nicht nur von unternehmensspezifischen Nachrichten, sondern auch maßgeblich von der allgemeinen Konjunktur beeinflusst. Viele Kursänderungen sind nicht direkt zu erklären und spiegeln Markterwartungen sowie ein psychologisches Moment der Marktteilnehmer wider.

Verteilung des verfügbaren Kapitals eines Fonds oder eines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, Länder, Branchen etc.

Siehe Verankerungsheuristik.

Der zentrale Investor eines Private Equity Fonds, der in einer frühen Phase des Fundraisings eine hohe Kapitalverpflichtung eingeht, um sicherzustellen, dass der Fonds das First Closing erreicht, sowie während der Mittelbeschaffung den Ruf des Fonds stärkt.

Struktur des Vermögens, aufgeteilt nach Anlageklassen (z.B. Aktien, Renten).

Ein Asset Deal ist eine Form des Unternehmenskaufs, bei dem die Wirtschaftsgüter eines Unternehmens einzeln erworben und auf den Käufer übertragen werden.
Immobilienbezogen:
Direkter Erwerb einer Immobilie, das heißt, dass der Veräußerungsgegenstand die Immobilie selbst ist. Der Käufer wird umgehend anstelle des Verkäufers Eigentümer des erworbenen Objektes.

Performance Attribution ist eine Reihe von Techniken, mit denen Analysten erklären, warum die Performance eines Portfolios von der Benchmark abweicht.

Zahlungen an den Fonds durch neue Investoren, die nach Kapitalabzug alter Investoren geleistet werden, um den Prozentsatz der abgerufenen Kapitalverpflichtungen jedes Investors "auszugleichen" und oftmals durch Ausgleichzinsen die Vorfinanzierung alter Investoren zu entschädigen.

Auszahlungen, die aus der Liquidität einer Fondsgesellschaft in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft an die Kommanditisten geleistet werden, können höher oder niedriger als der handelsrechtliche Gewinn der Fondsgesellschaft sein. Sofern der handelsrechtliche Gewinn kleiner sein sollte als die Auszahlung, stellt die Auszahlung insoweit eine Rückzahlung der Einlage dar. Unter dieser Voraussetzung kann es zu einem Wiederaufleben der Haftung kommen.

Verzerrung durch rückwirkende Neu-Berechnung (z.B. des Index)

Starke Kursrückgänge an der Börse, die über einen längeren Zeitraum anhalten, bezeichnet man als Baisse, auch Bärenmarkt genannt.

Bank ohne physische Präsenz im Sitzland oder nicht einem beaufsichtigten Bankenkonzern angehörend und damit nicht angemessen beaufsichtigt.

Überbegriff, mit denen ein Zusatzelement einer Option charakterisiert wird. Siehe auch Knock-In und Knock-Out

Bezeichnet das Erreichen einer Barriere während der Laufzeit einer Option (Amerikanisch) oder am Ende der Laufzeit (Europäisch)

Zugrunde liegendes Investment, das die Basis einer aufgesetzten Strategie bildet.

Das einer Investmentstrategie zugrunde liegende Finanzinstrument, wie z. B. Aktien, Indizes, festverzinsliche Wertpapiere oder Währungen.

Verhaltenstheoretische Kapitalmarktforschung. Untersucht wird die Ökonomie und Psychologie von Anlegern, um so Erkenntnisse über die Anlageentscheidungen zu gewinnen.

Bezeichnet die Verpflichtung eines Brokers/einer Bank, Kundenorders zu dem am Markt aktuell bestmöglichen Preis auszuführen, um zu gewährleisten, dass der gestellte Preis den optimalen Mix aus Preisbewegung, Geschwindigkeit und Ausübungswahrscheinlichkeit entspricht.

Tendenz bzw. Verzerrung durch systematische Fehler, die meist bei der Datenauswahl entstehen.

Die Bilanzsumme eines Unternehmens bildet sich aus der Addition sämtlicher Positionen auf der Aktivseite oder der Passivseite der Bilanz. Die Bilanzsumme der Aktivseite muss immer gleich der Bilanzsumme der Passivseite sein. Die Bilanzsumme eines Unternehmens ist eine Vergleichskennzahl für Unternehmen der gleichen Branche, die Aussagekraft ist jedoch begrenzt. Die Bilanzsumme dient ebenfalls dazu, Unternehmen in Größenklassen einzuteilen.

Engl. für endgültiges bindendes Gebot, das einige ausgewählte Bieter im Rahmen eines Auktionsverfahrens abgeben.

Das Black-Litterman-Verfahren ist ein mathematisches Modell zur Berechnung der Asset Allocation. Es schließt neben Marktgleichgewichtsrenditen auch Renditeprognosen ein, um revidierte Renditen für die Portfoliozusammenstellung und -bewertung zu erhalten.

Da bei der Auflage des primären PE- Fonds noch nicht bekannt ist, in welche Objekte das eingesammelte Kapital investiert werden soll, sind verlässliche Prognosen nicht möglich. Diese Unsicherheit wird durch das Blind Pool-Risiko beschrieben.

Private Equity Fonds bei dem der Anleger zum Zeitpunkt der Anlageentscheidung nicht weiß, in welches Objekt/Zielfonds investiert wird. Die Auswahlkriterien, nach denen das Fondsmanagement die Zielinvestitionen auswählt, werden nur beschrieben.

Weltweit gebräuchliche Bezeichnung für international bekannte Aktien mit hohem Umsatz und/oder großer Marktkapitalisierung.

Bonuszertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, deren Rückzahlung abhängig ist von der Wertentwicklung eines bestimmten Basiswertes. Bonuszertifikate schützen bis zu einem gewissen Punkt, dem Absicherungsniveau, vor Kursverlusten des Basiswertes. Solange der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit des Bonuszertifikates niemals unter das Absicherungsniveau (auch Barriere genannt) fällt, erhält der Inhaber des Bonuszertifikats bei Fälligkeit mindestens eine Zahlung in Höhe des Bonusbetrags.  Die beiden Parameter Absicherungsniveau und Bonusbetrag haben entscheidenden Einfluss auf das Chance-Risiko-Profil des Zertifikats. Das Absicherungsniveau, das bei Emission immer unterhalb des Kurses des Basiswerts liegt, definiert die Qualität der Teilabsicherung, die das Bonuszertifikat bietet. Der Bonusbetrag wiederum definiert die Chance auf eine Performance, die einer Direktanlage in den Basiswert überlegen ist. Siehe auch Reverse-Bonuszertifikat

Der Bookrunner ist in der Regel ein Kreditinstitut, das u. a. im Rahmen von Aktien- und Anleihetransaktionen von Unternehmen für die Platzierung und Zuteilung der Wertpapiere verantwortlich ist.

Ansatz zur Auswahl von Aktien. Aus einer zuvor festgelegten Menge von Aktien werden meist Fundamentaldaten der Unternehmen analysiert und bewertet, um anhand dieser eine Vorauswahl zu treffen. Erst im Anschluss fließen makroökonomische Daten in die Selektionsentscheidung ein.

Die vier Staaten Brasilien, Russland, Indien und China werden mit ihren Anfangsbuchstaben BRIC abgekürzt.

Kurs, zu dem Banken Devisen oder Wertpapiere verkaufen.

Wertpapiervermittler, der auf fremde Rechnung, z. B. für Privatkunden, an der Börse Geschäfte tätigt.

Fonds, der üblicherweise Mehrheitsbeteiligungen an bereits etablierten Unternehmen mit stabilem Ertrag und Cashflow eingeht.

„Buy and Hold“ („Kaufen und Halten“) ist eine passive Anlagestrategie, die darauf abzielt, Geldanlagen langfristig zu halten. Damit ist die Buy-and-Hold-Strategie unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen, spart folglich gezielt Transaktionskosten ein und setzt zudem auf eine langfristige Wertentwicklung. Die Strategie kann auf jegliche Anlageklassen von Aktien bis hin zu Immobilien angewandt werden.
Immobilienbezogen ist die Buy-and-Hold-Strategie auf einen langfristigen Anlagehorizont von mehr als zehn Jahren ausgelegt.

Option, durch deren Kauf das Recht, aber nicht die Pflicht erworben wird, an bzw. bis zu einen festgelegten Zeitpunkt einen Basiswert zu einem zuvor fixierten Preis zu kaufen.

Kündigungsrecht: Beschreibt das Recht ein Produkt ohne eine Ausgleichszahlung zu kündigen.

Festgelegter Höchstbetrag, bis zu welchem der Anleger von einem Kursanstieg des Basiswerts profitieren kann.

Capped-Bonuszertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, deren Rückzahlung abhängig ist von der Wertentwicklung eines bestimmten Basiswertes.

Bei Capped-Bonuszertifikaten ist der maximale Gewinn von vornherein begrenzt. Anleger partizipieren an Kursgewinnen des Basiswertes nur bis zu einer klar definierten Gewinnobergrenze, die als Cap bezeichnet wird. Für diese Begrenzung erhält der Anleger aber andere Vorteile: Ein Capped-Bonuszertifikat kann durch den Renditeverzicht entweder die Seitwärtsrendite optimieren oder eine weiterreichende Teilabsicherung bieten.

Abgesehen davon funktionieren Capped-Bonuszertifikate genau wie die klassische Variante (siehe Bonuszertifikat). Wenn der Basiswert während der gesamten Laufzeit nie unter das Absicherungsniveau fällt, erhält der Investor bei Fälligkeit mindestens den Bonusbetrag. Wenn der Basiswert über das Bonusniveau hinaus steigt, kommt der Investor in den Genuss einer höheren Zahlung, die sich am Kurs des Basiswertes orientiert, jedoch maximal in Höhe des Cap liegt.

Überproportionale Gewinnbeteiligung des AIFM am von ihm verwalteten Fonds, die als leistungsabhängige Gebühr ausgezahlt wird.

Ein Carry Trade bezeichnet eine Spekulationsstrategie, bei der eine Währung mit niedriger Verzinsung verkauft und das erlöste Kapital in eine Währung mit höherer Verzinsung investiert wird. Bei der Investition in Anleihen profitiert der Anleger von der Zinsdifferenz zwischen den zwei Währungsräumen. Dafür geht er das Risiko von Wechselkursschwankungen ein, das aufgrund des in der Regel eingesetzten Fremdkapitals nicht unterschätzt werden sollte.

Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens, die beschreibt, welche liquiden Mittel einem Unternehmen innerhalb einer Abrechnungsperiode (z.B. Geschäftsjahr) per Saldo zufließen.

Der Cash Flow Return on Enterprise Value (CFRoEV) ist eine vergangenheitsorientierte, einperiodige finanzwirtschaftliche Renditekennzahl.

Katastrophenanleihen, auch Cat-Bonds oder Act-of-God-Bonds genannt, sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Versicherungsunternehmen oder Rückversicherern zur Absicherung gegen Extremrisiken herausgegeben werden (Der Emittent überträgt das Risiko aus bestimmten, exakt definierten Naturkatatrophen an den Kapitalmarkt). Dadurch kann der finanzielle Schaden, der ihnen durch Naturkatastrophen (perils) entsteht, kompensiert werden. Sie sind im Normalfall mit einer deutlichen Zinsprämie gegenüber dem 3-monatigen Geldmarktzins ausgestattet. Dafür trägt der Investor das Risiko eines (teilweisen) Verlustes des Nominalkapitals im Falle einer sehr großen Naturkatastrophe.

Bezeichnung der Stufe des Distribution Waterfalls in der Fondsvereinbarung nach dem Überschreiten der "Hurdle Rate", wenn der Fondsmanager Ausschüttungen erhält und damit nach den Ausschüttungen an die Investoren "aufholt", bis die vereinbarte Carried Interest Gewinnausschüttung erreicht ist.

Die fachspezifische Zusatzausbildung richtet sich in erster Linie an Finanzanalysten. Das Programm vermittelt Qualifikationen in der Analyse und Bewertung von verschiedenen Anlageklassen sowie Kenntnisse in den Bereichen Portfoliomanagement, Bilanzanalyse und Kapitalmarktrecht. Das Ausbildungsprogramm ist europaweit etabliert. Als Aufnahmebedingung gelten drei Jahre relevante Berufserfahrung.

Die mehrstufige Weiterbildung im Finanzsektor richtet sich in erster Linie an Portfoliomanager und Mitarbeiter im Equity sowie Fixed Income Research. Die sogenannten Charterholder dürfen den Titel tragen, wenn sie alle drei Prüfungen des CFA-Curriculums erfolgreich absolviert haben und über vier Jahre relevante Berufserfahrung in Vollzeit verfügen.

Das mehrstufige Postgraduiertenprogramm im Finanzsektor richtet sich in erster Linie an Kapitalmarktexperten wie Portfolio- und Assetmanager. Es handelt sich um ein global anerkanntes Ausbildungsprogramm, das internationale Standards genauso behandelt wie lokale Normen. Als Aufnahmebedingung gelten drei Jahre relevante Berufserfahrung.

Die Verpflichtung des Carry Vehikels zur Rückgabe von Carried Interest für den Fall, falls sich bei der Endabrechnung des Fonds herausstellen sollte, dass das Carry Vehikel bei früheren Ausschüttungen zu viel Carry erhalten hat.

Ein verzinsliches Wertpapier, das aus einem Portfolio von besicherten Unternehmenskrediten zusammengestellt wird und meist über eine Zweckgesellschaft verbrieft wird.

Beteiligung an einem Unternehmen mit einem Minderheitsanteil, wobei das Management der Beteiligung durch einen Haupt-Investor übernommen wird.

Collateral ist der englische Begriff für Besicherung. Man versteht unter einem Collateral Vermögensgegenstände, die von einem Schuldner gesondert zurückgelegt oder verpfändet wurden, um ein Darlehen oder einen Kredit zu besichern. Sie können im Falle eines Ausfalls des Schuldners vom Gläubiger verwertet werden.

Alternatives Risikomaß zum Value at Risk (VaR), das den Erwartungswert eines Intervalls von Maximalverlusten jenseits des Extremfalls (bei Überschreitung des VaR) für einen bestimmten Zeithorizont quantifiziert. Ökonomisch gesehen dient es dazu, den Kapitalbedarf zu bestimmen, um einen Extremverlust zu kompensieren.

Beschreibt das menschliche Verhalten nach der Entscheidungsfindung, Informationen stärker zu gewichten, welche die getroffene Entscheidung bestätigen.

Contango bezeichnet eine steigende Preiskurve für Warentermingeschäfte, das heißt, der Preis für eine Lieferung in der Zukunft (Terminkurs) liegt über dem aktuellen Preis (Kassakurs). Typischerweise ist der Preis des betrachteten Gutes umso höher, je später der Liefertermin ist. Ursache für eine Contango-Preiskurve können unter anderem Lagerkosten, ein erwartetes Angebotsdefizit bzw. ein Nachfrageüberhang in der Zukunft oder ein aktuelles Überangebot bzw. Nachfragedefizit für eine sofortige Abnahme sein. Bei einer Geldanlage wird ein Future-Kontrakt in der Regel kurz vor Fälligkeit verkauft und der Verkaufserlös in einen weiteren Kontrakt investiert, der länger läuft. Ist der jeweils nächste Kontrakt billiger (Backwardation), entstehen Gewinne, ist er teurer (Contango), entstehen Verluste. Denn wenn der auslaufende Future niedriger notiert als der länger laufende, bekommt man für sein Geld vom länger laufenden Future dann weniger Anteile – die Preiskurve ist im Contango, und der Anleger erleidet einen Verlust beim Tauschen des Futures in eine längere Laufzeit.

Anleiheart, die den Nachranganleihen von Finanzinstitutionen zuzuordnen ist und deren Eigenschaft die Wandlung von Fremd- in Eigenkapital ist. Dies erfolgt bei Eintreten eines definierten Ereignisses, sodass diese Anleihen somit zur weiteren Verlustabdeckung bereitstehen. Auf diese Weise erfüllen sie neue regulatorische Anforderungen an hybride Kapitalformen.

Unter dem Begriff „Corporate Governance“ werden Grundsätze verantwortungsvoller Unternehmensleitung und -überwachung diskutiert. Ziel guter Corporate Governance ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und seinen Wert nachhaltig zu steigern. Die Diskussion konzentriert sich auf die Leitungsstruktur börsennotierter Aktiengesellschaften, weil bei diesen die Distanz zwischen der Unternehmensführung und den Anteilseignern aufgrund der regelmäßig breiten Streuung der Aktien relativ groß ist.

Covered Bonds sind gedeckte Schuldverschreibungen. Deren Eigenschaft ist der doppelte Schutz der Anleger durch einerseits Haftung des ausgebenden Finanzinstituts und andererseits Deckung durch einen speziellen Sicherheitenpool, bestehend meist aus erstklassigen Hypotheken oder Anleihen des öffentlichen Sektors, auf die die Anleger bevorrechtigt zugreifen können. Eine wichtige Form von Covered Bonds sind Pfandbriefe.

Dieser Begriff beschreibt eine Optionsstrategie, bei der auf bestehende Wertpapierpositionen Calls (Kauf-Optionen) verkauft werden. Für den Verkauf der Optionen erhält der Investor eine Stillhalterprämie, die sowohl als Zusatzertrag als auch als begrenzter Risikopuffer dienen kann. Sofern das Wertpapier am Laufzeitende der Option oberhalb des vereinbarten Basispreises notiert, ist der Stillhalter verpflichtet, auf Anforderung das Wertpapier zu liefern.

Ein Credit-Default-Swap (CDS) ist ein Finanzkontrakt, den zwei Vertragspartner miteinander abschließen und mit dem Ausfallrisiken gehandelt werden. Der eine Vertragspartner, der sogenannte Sicherungsgeber, sichert die Auszahlung einer Versicherungssumme zu, wenn der dem Kontrakt zugrundeliegende Anleiheschuldner (auch Referenzschuldner genannt) ausfällt. Für diese Absicherung wiederum hat der Sicherungsnehmer dem Sicherungsgeber eine Prämie zu leisten.

Auch Fund-of-Funds. Fonds, die nicht unmittelbar in operative Unternehmen, sondern in Zielfonds investieren. Die Zielfonds (auch direkt investierende Fonds genannt) eines Dachfonds investieren in operativ tätige Portfoliounternehmen.

Ursachen, die den Abbruch einer Investition bewirken.

Ein Zertifikat verbrieft die Teilnahme an der Kursentwicklung bestimmter Wertpapiere oder Wertpapierkonstrukte (Basiswert). Bei Zertifikaten handelt es sich rechtlich um Schuldverschreibungen. Im Gegensatz zu klassischen Schuldverschreibungen gewähren Zertifikate jedoch keine feste Verzinsung. Aufgrund ihrer Rechtsnatur als Schuldverschreibung besteht bei Zertifikaten das Risiko, dass bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten ein Totalverlust des investierten Kapitals eintritt. Das Delta gibt die Intensität der Kursbewegung des Zertifikats im Vergleich zum Basiswert an. Der Wert schwankt dabei zwischen 0 und 1. Ein Wert von 0,75 bedeutet bspw., dass sich das Zertifikat um 0,75 EUR ändert, wenn der Basiswert sich um 1 EUR ändert. Bei Delta 1 partizipiert der Anleger 1:1 an der Wertentwicklung des Basiswertes.

Die Depotbank ist die Verwahrstelle von Sondervermögen (Fonds). Zur Verminderung des Verlustrisikos dürfen Fondsgesellschaften das Sondervermögen nicht selbst verwalten.

Der Devisenkurs (oder auch Wechselkurs) ist der Preis einer Währung in einer anderen Währung. In der Darstellung werden die Preisnotierung und die Mengennotierung unterschieden.

Auch Secondary Direct, engl. für Veräußerung der Beteiligung an einem operativ tätigen Unternehmen durch einen Finanzinvestor (bzw. Fonds) an einen anderen Finanzinvestor.

Abzug vom Auszahlungsbetrag eines Darlehens, das aber zum Nennwert (100 %) zurückgezahlt werden muss; bewirkt die Reduzierung des Darlehenszinses.

Bezeichnet ein risikoreduziertes Investment in eine Aktie. Der Anleger erwirbt eine Aktie mit einem Kursabschlag, verzichtet dafür jedoch ab einem bestimmten Kurslevel auf die Partizipation an Kursgewinnen. Bei einem Deep Discount Zertifikat ist der risikoreduzierende Abschlag größer, dafür ist die Gewinnpartizipation deutlich früher begrenzt.

Eine Discountstruktur bildet das Auszahlungsprofil eines Discountzertifikats durch eine Kombination von Derivaten (Optionen und Futures) auf den Basiswert nach. Eine aus börsengehandelten Derivaten zusammengesetzte Discountstruktur ist nicht mit einem Emittentenrisiko behaftet.

Mit einer Laufzeit ausgestattete Inhaberschuldverschreibung, die den Anspruch verbrieft, an der Kursentwicklung einer Aktie oder eines Aktienindexes (Basiswert) bis zu einer Obergrenze (Cap) teilzuhaben. Dafür wird das Zertifikat mit einem risikoreduzierenden Abschlag (Discount) gegenüber dem Aktienkurs bzw. Indexstand gehandelt. Discountzertifikate verbriefen keinen Anspruch auf Zins- oder Dividendenzahlungen. Bei einem Deep-Discount-Zertifikat ist der Abschlag größer, dafür ist die Gewinnpartzipation deutlich stärker begrenzt.

Ein Effekt aus der Prospect-Theorie, der das Verhalten von Kapitalmarktteilnehmern beschreibt, Gewinne zu früh zu realisieren und Verluste zu spät glattzustellen.

Darlehen und Anleihen im Zusammenhang zu Schuldnern in finanzieller oder betrieblicher Notlage bzw. zahlungsunfähig oder bankrott sind.

Die Bestimmungen eines Fondsvertrags, die die Reihenfolge der Zahlungen an die Investoren und den Fondsmanager regeln. Siehe auch Hurdle Rate, Catch-Up und Carried Interest.

Verhältnis von eingezahlten zu ausgeschütteten Mitteln. Die einfachste Variante der Berechnung ist die Gegenüberstellung von Cash-in zu Cash-out.

In der Geldanlage versteht man unter Diversifikation die Aufteilung des Gesamtvermögens auf unterschiedliche Anlageklassen und/oder verschiedene Wertpapier-Emittenten. In beiden Fällen zielt der Anleger durch Diversifikation auf eine Risikostreuung für sein Gesamtportfolio ab. Ein vermindertes Risiko lässt sich durch Kombination aus Wertpapieren mit niedriger Korrelation erreichen. Bei einer Korrelation von kleiner eins enthält das Gesamtportfolio ein geringeres Risiko als die enthaltenden Wertpapiere einzeln betrachtet.

Eine Aktie zeichnet sich durch Dividendenkontinuität aus, wenn sie über einen längeren Zeitraum (bspw. mehrere Jahre) stabile bzw. steigende Dividenden an seine Anteilseigner ausgezahlt hat.

Weltweit bekanntestes Aktienbarometer, dessen Kurs durch einfache Division der aufsummierten Preise der einzelnen Aktien im Dow Jones durch die Anzahl der enthaltenen Unternehmen gebildet wird.

Verhältnis von eingezahlten zu ausgeschütteten Mitteln.

Der Drawdown misst den Verlust eines Investments von seinem historischen Höchststand.

Eine detaillierte Risikoprüfung inklusive einer Stärken-Schwächen-Analyse. Diese wird in der Regel von Käuferseite bei der Übertragung von Unternehmensbeteiligungen sowie bei einem Börsengang durchgeführt.

Die Duration ist eine Kennzahl, die die Sensitivität für Zinsänderungen misst und verzinsliche Wertpapiere mit unterschiedlicher Laufzeit und verschiedenen Kuponzahlungen vergleichbar macht. Die Duration gibt die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer eines festverzinslichen Wertpapiers an und wird als gewichteter Mittelwert der Zahlungszeitpunkte an den Anleger errechnet. Je höher die Duration, umso stärker reagiert der Kurs einer Anleihe auf eine Veränderung des Zinsniveaus.

Gemeint sind bei Berenberg im Namen einer Drittbank errichtete Konten, über die Kunden unmittelbar wie über eigene Konten verfügen können (also: Kunde kann vom Durchleitkonto Zahlungen im eigenen Namen veranlassen). 

Indexfamilie der Deutschen Börse, durch welche die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen gemessen wird.

steht als Unternehmenskennzahl für „Earnings Before Interest, Tax, Depreciation, and Amortization“. Der Begriff bezeichnet das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Siehe Verfallrendite.

Mittels dieser Kennzahlen kann zum einen die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Vermögenswerte (Effizienz-Kennzahl), zum anderen die Qualität der Geschäftsprozesse (Effektivitäts-Kennzahl) erfasst und beschrieben werden.

Auf der Effizienzlinie befinden sich sämtliche Möglichkeiten zur Gestaltung eines Portfolios, die unter Beachtung der gegebenen Anlagerestriktionen als effizient bezeichnet werden. Ein Portfolio ist dann effizient, wenn bei gegebenem Risiko kein Portfolio mit einer höheren Rendite existiert oder wenn bei gleicher Rendite kein Portfolio mit einem niedrigeren Risiko existiert.

Differenz zwischen Vermögen und Schulden eines Unternehmens; bei geschlossenen Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft besteht es aus Kommanditkapital, Rücklagen, Gewinnvortrag und stillen Reserven.

Englische Bezeichnung für aufstrebende Finanzmärkte in Ländern mit hohem bis sehr hohem Wirtschaftswachstum, die zudem im Vergleich zu Industrieländern niedrigere Löhne und oftmals auch eine günstigere Demografie aufweisen.

Herausgeber von Finanzprodukten, z. B. Bundesrepublik Deutschland, Banken oder Investmentgesellschaften.

Das Emittentenrisko ist eine Art des Ausfall- oder Kreditrisikos. Dieses Risiko besteht, wenn der Wertpapieremittent nicht mehr in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander (Interbankenhandel) für einen Tag Geld leihen.

Die erwartete Rendite ist eine Schätzung von nicht inflationsbereinigten Erträgen, die eine Anlageklasse oder eine Kombination aus verschiedenen Anlageklassen pro Jahr erzielt. Als Schätzer dienen Ansätze wie der des arithmetischen und des exponentiell gleitenden Mittelwertes der historischen Renditen gleicher Perioden.

Der Begriff ESG umfasst nichtfinanzielle Kriterien der drei Bereiche Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) zur Bewertung von Investments oder Unternehmenspraktiken. Diese Kriterien helfen Anlegern, potenzielle renditerelevante Chancen und Risiken von Investments bzw. Unternehmen zu erkennen und zu bewerten sowie ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. ESG-Kriterien werden zusätzlich zur fundamentalen und wirtschaftlichen Analyse verwendet und betreffen das Verhalten von Unternehmen bzgl. ihrer Verantwortung bei Themen wie Klimawandel, Menschenrechte oder Managergehälter.

Sonderform von Zertifikaten (Schuldverschreibungen eines Emittenten), die Investitionen in die vielschichtige Anlageklasse Rohstoffe (engl.: Commodities) erleichtern, da Anleger an der Wertentwicklung von Rohstoffen partizipieren können, ohne Terminkontrakte beziehen oder Rohstoffe physisch erwerben zu müssen. ETCs werden an der Börse gehandelt, sind offen strukturiert, kostengünstig und haben eine unbegrenzte Laufzeit.

Börsengehandelte Wertpapiere in Form einer Schuldverschreibung, die einen Referenzindex, zum Beispiel auf Währungen, Rohstoffe oder Volatilität, nachbilden und sich entsprechend entwickeln. Sie gehören zu den passiven Anlageprodukten und unterliegen einem Emittentenrisiko. 

Der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander (Interbankenhandel) für Laufzeiten bis zwei Wochen sowie zwischen einem und zwölf Monaten Geld leihen.

Aktienindex, der aus den 50 nach dem Kriterium Marktkapitalisierung (auf Basis des Streubesitzes) größten börsennotierten Unternehmen aus der Eurozone besteht.

Zweckgesellschaft, die gegen Auflagen im Rahmen eines EU-/IWF-Programms mit Krediten verbundene Hilfsprogramme an hoch verschuldete Länder der Eurozone vergeben kann. Gesellschafter der EFSF sind alle Eurozonen-Mitgliedsstaaten, die gemäß dem EZB-Kapitalschlüssel anteilige Garantien bereitstellen.

Der ESM ist der Nachfolger des vorläufigen Euro-Rettungsschirm, die EFSF, und wird diesen ab 2013 dauerhaft ablösen und damit die Stabilität der Gemeinschaftswährung sichern. Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Beschluss von Spar- oder Reformvorgaben) kann der ESM Euro-Staaten Finanzhilfen (z. B. Kredite) zur Verfügung stellen. 

Ein Excess Return Swap ist eine Ausgestaltungs-Variante eines Swaps, bei der im Gegensatz zum Total Return Swap die Finanzierungskosten (Geldmarktrendite) einer Position bereits von der Rendite des Basiswertes des Swaps abgezogen sind.

Exposure ist ein gebräuchlicher Begriff in der Finanzwirtschaft zur Beschreibung eines Engagements, bzw. der Risiken, die Marktschwankungen herbeiführen. So spricht man von ‚market exposure‘ oder Aktienexposure, aber auch Begriffen wie Zins- und Währungsexposure. Zum Beispiel beschreibt das Aktienexposure zu welchem Anteil das Portfolio in einem bestimmten Markt oder einer Branche investiert ist. Das Portfolio ist somit den Schwankungen dieses Marktes ausgesetzt und kann an dessen Kursverlusten bzw. -gewinnen teilnehmen.

Bei der Varianzanalyse ist der F-Test ein statistisches Verfahren, mithilfe dessen ermittelt werden kann, ob sich zwei Stichproben aus unterschiedlichen, normalverteilten Zahlenreihen hinsichtlich ihrer Varianz wesentlich unterscheiden. Es können somit Vergleiche aufgestellt werden, in wie weit die Varianzen und somit letztendlich auch die Standardabweichungen voneinander abweichen, um zum Beispiel Volatilitäten vergleichbar zu machen. Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Gegenüberstellung der Renditevarianzen zwischen zwei Gruppen, damit die Abweichung der Renditen vom Erwartungswert verglichen werden kann.

Der Fair Value ist der Preis, der für gewöhnlich bei aktueller Marktlage am Stichtag beim Verkauf der Beteiligungen erzielt werden würde.

Nach dem KAGB, ist ein Feeder Fonds ein Fonds, der mindestens 85% seines Vermögens in einen Master-Fonds investiert.

Das Ende des Fundraisings und das letzte Mal, dass neue Investoren in geschlossene Fonds aufgenommen werden.

Fundraising-Phase, in der die ersten Investoren in den Fonds aufgenommen werden.

In den USA wurden vor einiger Zeit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Höhe von rund 610 Mrd. US-Dollar zum Jahresbeginn 2013 beschlossen, um die öffentlichen Haushalte zu sanieren. Dies entspricht etwa 4 % des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit wäre allerdings ein so umfassender Nachfrageausfall verbunden, dass die amerikanische Konjunktur „von der Klippe“ zu stürzen droht.

Bezeichnet die Quelle der Kursveröffentlichung mit Datum und Uhrzeit

Ein starker Kurseinbruch (Englisch Crash) an den Finanzmärkten, der oft nur Minuten andauert und auf den in der Regel eine deutliche sowie schnelle Erholung erfolgt, wird auch als Flash Crash bezeichnet. In der jüngsten Vergangenheit wurde die Anzahl kurzzeitiger Kursstürze durch computergesteuerte Handelsstrategien und Algorithmen verstärkt.

Ein immobilienbezogenes Termingeschäft, mit einem sofortigen Verpflichtungsgeschäft und einem nachgelagerten Erfüllungsgeschäft.

Darlehensweise beschaffte Mittel zur Finanzierung z. B. eines Immobilienkaufs.

Aus Sicht eines Euro-Anlegers bezieht sich der Begriff auf eine Anleihe in einer anderen Währung als dem Euro. Investitionen, Kuponzahlungen und Rückzahlungen werden in einer anderen Währung als Euro abgewickelt. Folglich tragen Fremdwährungsanleihen neben Zins- und Kreditrisiken ebenfalls Wechselkursrisiken von Währungen.

Bei der Fundamentalanalyse wird der Wert eines Unternehmens berechnet. Dabei werden verschiedene Kennzahlen verwendet, wie z.B. das Kurs-Gewinn-Verhältnis sowie das Kurs-Cashflow-Verhältnis, die Gewinnrendite und Dividendenrendite.

Bezeichnet die Gruppe der zehn führenden Industrienationen. Zu ihr gehören heute neben den Gründungsmitglieder USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Niederlande, Schweden und Japan auch die Schweiz.

Ein Global Depositary Receipt (GDR) ist eine globale Form des Hinterlegungsscheins und somit ein Zertifikat, das das Eigentum einer Aktie verbrieft. Ein GDR bezieht sich immer auf eine zugrundeliegende Aktie und bildet einen Bruchteil dieser, genau eine Aktie oder eine Gruppe dieser Aktie ab.

Kurs, zu dem Banken Devisen oder Wertpapiere ankaufen.

Unter den Sichteinlagen der Nichtbanken sowie dem gesamten Bargeldumlauf (zu jeder Zeit verfügbare Zahlungsmittel) versteht man in der Volkswirtschaftslehre die Geldmenge M1.

Die Geldmenge M2 umfasst die Geldmenge M1 zuzüglich Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist bis zu drei Monaten sowie Termineinlagen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren.

Die Geldmenge M3 umfasst die Geldmenge M2 sowie weitere kurzfristige Geldanlagen, die mit Blick auf ihre Liquidität mit Bankeinlangen vergleichbar sind (z.B. sogenannte Repogeschäfte und kurzfristige Bankschuldverschreibungen).

Engl. für persönlich haftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (Komplementär), typischerweise durch eine Kapitalgesellschaft wahrgenommen, um Haftungsrisiken zu minimieren (z.B. GmbH bei GmbH & Co. KG). Im Englischen oft synonyme Bezeichnung für Fondsmanager.

Verhältnis der anrechenbaren Eigenmittel zur Bemessungsgrundlage nach BWG (Bundesgesetz über das Bankwesen): mindestens 8 %.

Die Summe aller in der Vergangenheit insgesamt aufgelaufenen Schulden.

Fonds, mit einem nach dem Fundraising geschlossenen Anlegerkreis (siehe auch Final Closing). Die Laufzeit ist in der Regel beschränkt und Investoren müssen ihre Fondsanteile im Allgemeinen bis zum Ende der Laufzeit oder bis zur Liquidierung des Fonds halten.

Rentabilitätskennzahl, die als Differenz zwischen Nettoerlösen und Kosten einer Periode bzw. eines Stücks definiert ist und vielfach in Prozenten des Erlöses ausgedrückt wird.

Besondere Ausprägung der im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelten Kommanditgesellschaft (KG).

Dieser Index zeigt die Wertentwicklung des Goldpreises je Feinunze im Zeitablauf an. Die Feinunze ist ein Gewichtsmaß für Edelmetalle, das heute noch im angloamerikanischen Raum gebräuchlich ist. Sie wird auch als Troy-Unze bezeichnet, benannt nach der französischen Stadt Troyes. Unze leitet sich von uncia ab, dem lateinischen Wort für Zwölftel.
Gewichtsmaß für Edelmetalle, genau 31,1034768 Gramm.

Preis einer Unze Gold im Verhältnis zum Preis einer Unze Silber. Je höher (tiefer) das Gold-Silber-Preisverhältnis ist, desto kleiner (größer) ist der Wert einer Unze Silber im Vergleich zum Wert einer Unze Gold.

Great Rotation bezeichnet große Vermögensumschichtungen der Marktteilnehmer von einer Anlageklasse in eine andere Anlageklasse. Als Beispiel ist die Umschichtung von Anleihen in Aktien aufgrund eines niedrigen Zinsniveaus zu nennen. 

vereinfachter Ausdruck für Maximum Drawdown. Der Maximale Draw Down ist eine Kennzahl, die den größten historischen prozentualen Wertverlust eines Fonds, Vergleichsindex oder Portfolios angibt. Die Kennzahl dient lediglich als Gradmesser für das theoretische Verlustpotenzial. Ein möglicher Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Diese Aktienselektionsstrategie kombiniert die Philosophien für die Auswahl von Wachstumsaktien und Substanzwerten. Es wird in Aktien investiert, die ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum haben und die gleichzeitig nicht zu hoch bewertet sind. Somit versucht dieser Ansatz die Aktien herauszufiltern, bei denen das Verhältnis zwischen Preis und Wachstum besonders günstig ist.

Der handelsgewichtete US-Dollar-Wechselkurs gibt den Wert des US-Dollar gegenüber einem Korb von Währungen der wichtigsten Handelspartner der USA (Euro, Japanischer Yen, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Schwedische Krone, Schweizer Franken) an, wobei die einzelnen Währungen nach ihrer Bedeutung für die USA gewichtet sind. Steigt (fällt) der Index, so hat der US-Dollar gegenüber diesen Währungen aufgewertet (abgewertet).

Hierunter sind festverzinsliche Wertpapiere von Emittenten aus Hartwährungsländern zu verstehen.

Hierbei handelt es sich um Länder, die sich durch eine solide Haushaltspolitik (geringe Staatsverschuldung und niedrige Neuverschuldung) und Streben um Geldwertstabilität (geringe Inflation) auszeichnen. Der Wechselkurs der Währungen dieser Länder entwickelt sich auf mittlere bis längere Sicht üblicherweise stabil bzw. steigend gegenüber anderen weniger harten Währungen.

Der Haushaltssaldo (wird auch als Budgetsaldo bezeichnet) ergibt sich aus der Gegenüberstellung aller Einnahmen und Ausgaben eines öffentlichen Haushalts. Wenn die Einnahmen die Ausgaben übersteigen, handelt es sich um einen Haushaltsüberschuss (Budgetüberschuss). Übersteigen hingegen die Ausgaben die Einnahmen, handelt es sich um ein Haushaltsdefizit (Budgetdefizit). Der strukturelle Saldo errechnet sich, indem der Haushaltssaldo um konjunkturbedingte Mehr- oder Mindereinnahmen korrigiert wird. Somit gibt der strukturelle Saldo Aufschluss über die Haushaltssituation bei konjunktureller Normalauslastung. Werden die Zinszahlungen des Staates aus dem Haushaltssaldo herausgerechnet, ergibt sich der sogenannte Primärsaldo.

Von Hausse oder Bullenmarkt spricht man meist, wenn Wertpapierkurse nachhaltig über einen mittleren bis längeren Zeitraum ansteigen. Oft werden aber auch positive Kursentwicklungen, die nur von kurzer Dauer sind, als Hausse bezeichnet.

Der Faktor, um welchen das eingesetzte Kapital überproportional an der Entwicklung der Kapitalmärkte partizipiert.

Der Hebel (auch: Gearing, Leverage) beschreibt einen Effekt, bei dem kleine Änderungen einer Variablen zu großen Ausschlägen im Resultat führen. Beispielsweise gibt der Hebel an, mit welchem Faktor eine Option an der Wertveränderung ihres Basiswerts partizipiert. Je größer der Hebel, desto größer auch damit verbundene Effekt und das Risiko.

Als Hedge Accounting bezeichnet man die Bilanzierung zweier oder mehrerer Finanzinstrumente, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, um Risiken gegenseitig entweder teilweise oder vollständig zu kompensieren. Das Grundgeschäft beinhaltet das Risiko, das durch das Sicherungsgeschäft oder Hedge-Geschäft gesichert werden soll. Die Wirkung von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft sollte gegenläufig sein, um zu einer kompensatorischen Wirkung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Eigenkapital zu führen.

Ein Phänomen an den Kapitalmärkten, welches das Verhalten von Kapitalmarktakteuren beschreibt, sich bei der Entscheidungsfindung unter Ungewissheit an der Masse zu orientieren.

Der HFRX Absolute Return Index ist ein Index, der eine repräsentative Zusammenfassung aller verfügbaren Hedgefonds ist, die unterschiedliche Strategien verfolgen. Es werden u. a. folgende Strategien berücksichtigt: Convertible Arbitrage, Distressed Securities, Equity Hedge, Equity Market Neutral, Event Driven, Macro, Merger Arbitrage und Relative Value. Der Index selektiert solche Konstituenten, die eine besonders niedrige Volatilität und eine geringe Korrelation zu den traditionellen Märkten aufweisen.

Absoluter bzw. relativer Höchststand eines Investments gegenüber einem Vergleichwert (Benchmark) zur Berechnung der erfolgsabhängigen Vergütung eines Fondsmanagers. Dieser erhält ausschließlich auf den Ertrag, welcher die High Water Mark übersteigt, eine erfolgsabhängige Vergütung.

Anleihen von Schuldnern mit einem Rating schlechter als BBB– (gemäß S&P oder Fitch) bzw. Baa3 (gemäß Moody‘s).

Schwellenwert (Hürde), ab der die Managementgesellschaft eine erfolgsabhängige Vergütungskomponente erhält.

Indexfamilie an der Börse für festverzinsliche Wertpapiere.

Dieser makroökonomische Frühindikator ist ein Gradmesser für die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Dazu befragt das Münchner Wirtschaftsinstitut für Informationen und Forschung monatlich 7.000 Unternehmen in Deutschland über ihre Einschätzung der aktuellen Geschäftslage sowie zu ihren kurzfristigen Erwartungen.

Unter Impact Investing (wirkungsorientiertes Investieren) werden Investitionen in Unternehmen, Organisationen, Immobilien oder Fonds verstanden, die zusätzlich zur finanziellen Rendite eine messbare soziale und ökologische Wirkung erzielen sollen. Impact Investing schlägt damit eine Brücke zwischen Spenden und Stiften auf der einen sowie gewinnmaximierenden Investitionen auf der anderen Seite. Das Spektrum möglicher Renditeziele reicht dabei vom alleinigen Kapitalerhalt bis zur marktüblichen Verzinsung. Auch wenn das Impact Investing zum Teil den Alternativen Investments zugeordnet wird, gilt es vielmehr als ein allgemeiner Investmentansatz für Anlageklassen wie Immobilien, Aktien und Fixed Income.

Kennzahl, die die erwarteten Preisschwankungen eines Basiswertes angibt. Berechnet wird sie über die aktuellen Marktpreise und nicht über historische Daten bezüglich der Preisschwankungen des Basiswerts. Sie wird verwendet, um beispielsweise Optionen zu bewerten. In Deutschland ist der VDAX das bekannteste Barometer für die Abbildung der impliziten Volatilität.

Mieten sind oft an die Entwicklung eines bestimmten Index (z. B. Lebenshaltungskostenindex) gekoppelt und damit wertgesichert; ein indexierter Mietvertrag bietet Schutz vor Inflation.

Anleihen, bei welchen der Kupon und/oder Nominalwert in regelmäßigen Abständen neu fixiert wird und sich dieser bei der Festlegung an dem Verbraucherpreisindex orientiert.

Diese Kennzahl setzt zur Bewertung einer Fondsperformance die Überschussrendite ins Verhältnis zum Tracking Error. Dabei gibt das Information Ratio Auskunft darüber, ob sich das Risiko, das im Vergleich zum Vergleichsindex eingegangen wurde, rentiert hat. Information Ratio = (Rp–Rf)/Track Err Rp: Rendite des Portfolios • Rf: Risikofreie Rendite • Track Err: Tracking Error des Portfolios

Beschreibt den Prozess, wahrgenommene Informationen zu verarbeiten.

Begriff aus der Entscheidungsforschung, der Vorgänge beschreibt, auf welche Weise Informationen aufgenommen werden.

Engl. Für Interne-Zinsfuß-Methode. Der interne Zinsfuß IRR ist eine Möglichkeit der Renditeberechnung von Kapitalanlagen.

Anleihen von Schuldnern mit einem Rating von mindestens BBB– (gemäß S&P oder Fitch) bzw. Baa3 (gemäß Moody‘s).

Die American Association of Individual Investors (AAII) befragt Privatanleger in den USA, in welche Richtung der Aktienmarkt ihrer Einschätzung nach in den nächsten sechs Monaten tendieren wird.

Daraufhin veröffentlicht die AAII, wie viel Prozent der Befragten jeweils von einem steigenden, einem seitwärts gerichteten und einem fallenden Aktienmarkt ausgehen.

Somit gibt es drei Prozentzahlen, die angeben, wie viel Prozent der befragten Privatanleger positiv gestimmt sind (und mit einem steigenden Aktienmarkt rechnen), wie viel Prozent neutral sind (und mit einem seitwärts gerichteten Aktienmarkt rechnen) und wie viel Prozent negativ gestimmt sind (und mit einem fallenden Aktienmarkt rechnen).

Insbesondere die Prozentzahl der positiv gestimmten Privatanleger (die mit einem steigenden Aktienmarkt rechnen) ist ein wichtiger Stimmungsindikator. Dies liegt daran, dass er bei Extremwerten die Wirkung eines Kontraindikators hat. Wenn die Investorenstimmung sehr positiv ist, erreicht der Aktienmarkt oftmals ein (Verlaufs-)Hoch. Gleiches gilt für eine sehr negative Investorenstimmung, die meist ein (Verlaufs-)Tief eines Aktienmarktes signalisiert.

Initial Public Offering – erstes öffentliches Angebot von Aktien.

Beschreibt einen phasentypischen Verlauf der Rendite eines Private-Equity Fonds, bei dem aufgrund von Anschaffungskosten und Anlaufverlusten in den ersten Jahren zunächst ein negatives Ergebnis erzielt wird, bevor in späteren Jahren durch Veräußerung einzelner Beteiligungen die Erträge die anfallenden Kosten übersteigen.

Das Kapitalanlagegesetzbuch bildet seit Juli 2013 den rechtlichen Rahmen für Investmentfonds und ersetzt damit das Investmentgesetz (InvG). Mithilfe des KAGB wird die europäische AIFM-Richtlinie AIFMD (Alternative Investment Fund Managers Directive) in deutsches Recht umgesetzt.

Als Kapitalaufwand bezeichnet man die Verwendung finanzieller Mittel (Investitionen) für die Anschaffung von langfristigen Anlagegütern.

Der Betrag, zu dessen Zahlung an den Fonds sich ein Investor in seinem Zeichnungsvertrag verpflichtet.

Wertpapier- oder Devisengeschäfte, bei denen die Erfüllung spätestens 2 Börsentage nach dem Geschäftsabschluss erfolgt.

Bezeichnung der aktuellen Kurse am Devisen Kassamarkt.

Börsenmarkt, an dem ausschließlich Kassageschäfte stattfinden.

Als Kaufkraftparität bezeichnet man einen virtuellen Wechselkurs zweier Währungen, bei dem man mit einem festen Geldbetrag (nach Umrechnung in die andere Währung) in beiden Volkswirtschaften in etwa die gleiche Menge an Gütern und Dienstleistungen erwerben kann.

Siehe Call.

Kennzahl, die im Immobilienbereich gebräuchlich ist, um den Kaufpreis eines Gebäudes in Abhängigkeit von der Jahresnettomiete zu ermitteln; aus der Multiplikation des Kaufpreisfaktors mit der Jahresnettomiete ergibt sich der Kaufpreis.

Beschreibt das Risiko, welches durch den Ausfall von Schlüsselpersonen entsteht.

Siehe Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Wert bei deren Erreichen die Option aktiv wird

Bezeichnet das Ereignis des Erreichens der relevanten Kursschwelle, sodass die Option aktiv wird

Wert bei deren Erreichen die Option inaktiv wird

Bezeichnet das Ereignis des Erreichens der relevanten Kursschwelle, sodass die Option inaktiv wird

Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, bei dem die Haftung gegenüber Dritten auf den Betrag der von ihm übernommenen Hafteinlage beschränkt ist.

Kapital, das die Kommanditisten aufbringen.

Das Potenzial einer Volkswirtschaft, die im Vertrag von Maastricht verabschiedeten EU-Konvergenzkriterien nachhaltig erfüllen zu können. Die Kriterien vor dem Beitritt umfassen Preisniveaustabilität, Haushaltsstabilität, Wechselkursstabilität sowie Stabilität der langfristigen Zinssätze.

Die Kreditquote eines Fonds bezeichnet den Bestand an aufgenommenen Kredit in Relation zu den Verkehrswertes der im Sondervermögen befindlichen Immobilien.

Indikator der technischen Analyse, mit dem die Breite einer Aktienmarkt- bzw. Aktienindexbewegung nach oben oder unten gemessen wird. Der Indikator wird ermittelt, indem die Differenz zwischen der Anzahl der zum Beispiel an einem Tag gestiegenen Aktien und der Anzahl der an diesem Tag gefallenen Aktien gebildet und dieser Saldo zum letzten kumulativen Gesamtwert hinzuaddiert wird. Idealerweise sollte bei einer Aufwärtsbewegung eines Aktienindex bzw. eines Aktienmarktes auch der kumulative Gesamtwert der gestiegenen Aktien mit ansteigen. Der Kursanstieg des Aktienindex bzw. des Aktienmarktes ist dann gestützt durch eine immer größere werdende Anzahl an gestiegenen Aktien. Die Aufwärtsbewegung wird somit durch die kumulierte Advance-Decline-Linie bestätigt. Wenn hingegen eine Aufwärtsbewegung eines Aktienindex bzw. eines Aktienmarktes mit einer sinkenden kumulierten Advance-Decline-Linie einhergeht, kann dies ein Zeichen für eine bevorstehende Trendumkehr (fallende Kurse) sein, da die Aufwärtsbewegung von immer weniger steigenden Aktien begleitet wird, die Marktbreite beim Kursanstieg also nicht gegeben ist.

Zinssatz, der bei der Ausgabe von festverzinslichen Wertpapieren festgelegt wird und den Inhaber in regelmäßigen Abständen zu einer Zahlung berechtigt.

Einschätzung eines Analysten über den Wert eines Wertpapieres, welches dieses innerhalb einer bestimmten Zeitspanne erreichen sollte.

Beschreibt extrem gestreckte oder gestauchte Verteilungen

Historisch betrachtet längste Periode, ausgedrückt in Tagen, während der ein Drawdown bestand.

Siehe Verfallrendite.

Ein Leveraged Buyout ist eine Unternehmensübernahme (häufig vorgenommen von Finanzinvestoren), die mittels hohem Fremdkapital-Einsatz erfolgt.

Unter Leerverkauf (auch: Blankoverkauf, Short Sale) versteht man den Verkauf einer Ware, eines Währungsbetrages oder eines Wertpapiers, das der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt noch nicht besitzt. Der Verkäufer profitiert von dem Leerverkauf, wenn der verkaufte Gegenstand im Preis sinkt. Ein Leerverkauf kann als Kassageschäft oder als Termingeschäft ausgestaltet sein. Die Position, die dem Verkäufer durch einen Leerverkauf entsteht, wird als Short-Position (Gegensatz: Long-Position) bezeichnet.

Siehe Hebel.

Familie von Referenzzinssätzen die für unterschiedliche Laufzeiten in verschiedenen Währungen am Börsenplatz London berechnet werden.

Die MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement) schreiben vor, ein konsistentes System von Limiten zur Risikobegrenzung zu installieren, welche auf die wichtigsten steuernden Organisationsbereiche des Unternehmens angewendet werden.

Der Begriff Liquidität (von Lateinisch liquidus, „flüssig“) bezeichnet in Bezug auf die Finanzmärkte die Fähigkeit, ein Wertpapier schnell kaufen oder verkaufen zu können. Entsprechend müssen ausreichend Zahlungsmittel und Tauschpartner zur Verfügung stehen, um eine Transaktion gegen Geld abzuwickeln.

Die Liquidität 3. Grades ist als Verhältnis vom Umlaufvermögen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten definiert. Diese Kennzahl ist ein Indikator für die Fähigkeit eines Unternehmens, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu bedienen. Je höher das Verhältnis, umso liquider ist das Unternehmen.

Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, bestehenden Zahlungsverpflichtungen jederzeit uneingeschränkt nachkommen zu können Die Liquiditätsanalyse ist ein Teil der Bilanzanalyse. Dabei wird die Liquidität anhand des Jahresabschlusses eines Unternehmens untersucht.

Die Liquiditätsquote eines Fonds bezeichnet den Bestand der kurzfristig zur Verfügung stehenden Barmittel in Relation zum Fondsvolumen.

Kaufposition beim Handel von Finanzinstrumenten. Der Käufer hält das Instrument im Bestand bzw. bekommt dieses zu einem fixierten Zeitpunkt geliefert oder erhält einen Ausgleich der positiven Wertänderung. Bei negativer Wertentwicklung verliert seine Position an Wert. Er kann so an der positiven Wertentwicklung des Finanzinstruments partizipieren.  

Der MACD (Moving Average Convergence/Divergence) ist ein Indikator für das Zusammen-/Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts, der meist als Trendfolgesignal verwendet wird. Ein steigender MACD zeigt einen Aufwärtstrend, ein fallender MACD einen Abwärtstrend.

Die Makroökonomische Analyse betrachtet auf Grundlage institutioneller Aggregate das Wirtschaftsgeschehen als Gesamtheit und untersucht gesamtwirtschaftliche Fragestellungen.

Eine Klasse von Investmentstrategien, bei der meist computergestützte Handelssysteme Markttrends analysieren, auswerten und Handlungsempfehlungen ableiten. Durch den trendfolgenden Charakter sollen positive Renditen möglichst in steigenden als auch in fallenden Märkten erzielt werden.

Übernahme eines Unternehmens durch das eigene Management mit Unterstützung von Investoren, die zusätzliches Kapital bereitstellen.

Stellt die Sicherheitsleistung für Börsentermingeschäfte durch die Hinterlegung eines gewissen Pfandes dar.

Marktteilnehmer gewährleisten durch das Stellen von Brief und Geldkursen von bestimmten Finanzinstrumenten auf eigenes Risiko hinreichende Liquidität im Markt.

Marktneutrale Investments sind strategische Investmentansätze mit dem Anspruch bestimmte Marktrisiken zu neutralisieren. Dabei besteht das Ziel das systematische Risiko signifikant zu begrenzen. Unter anderem stellen z.B. Dachfonds mit einer dynamischen Allokationssteuerung unterschiedlicher Anlageklassen eine Investmentmöglichkeit dar.

Der Master-Fonds in einer Master-Feeder-Struktur, übernimmt die Rolle des Hauptfonds und dient als Zielfonds für einen oder mehrere Feeder-Fonds.

Ein hypothekenbesichertes Wertpapier (Englisch mortgage-backed security, abgekürzt MBS) ist eine Anleihe, die durch einen Pool an grundrechtlichen Immobilienkrediten besichert ist. Die Kupon- und die Rückzahlung der Anleihe wird durch die Zins- und Tilgungszahlungen der zugrunde liegenden Hypothekenforderungen getragen.

Trendindikator zur Bewertung des aktuellen Aktienkurses im Verhältnis zu einer Durchschnittsperiode. Liegt beispielsweise der aktuelle Aktienpreis um 1,75 % über dem 40-Tages-Durchschnitt, wird dies als positiv gewertet, liegt er um 1,75 % unter dem Durchschnittswert, wird dieser als negativ bewertet. Liegt der Preis innerhalb der Spannbreite, erfolgt eine neutrale Bewertung.

Die Mengennotierung ist eine Darstellungsform des Devisenkurses. Die Mengennotierung zeigt den Gegenwert einer Einheit einer inländischen Währung in Einheiten einer ausländischen Währung an. So wäre beispielsweise der Devisenkurs zwischen dem USD und dem Euro in Form der Mengennotierung angegeben als 1€ = 1,10 $. (siehe auch „Preisnotierung“)

Aktiengesellschaften mit einer Börsenkapitalisierung zwischen 1,5 und 5 Mrd. Euro.

Aktienindex, der aus den 50 mittelgroßen Unternehmen besteht, die nach den Kriterien Marktkapitalisierung (auf Basis des Streubesitzes) und Börsenumsatz den 30 DAX-Unternehmen folgen.

Titel einer Veröffentlichung des US-amerikanischen Ökonomen Harry M. Markowitz aus dem Jahr 1952. Die Moderne Portfoliotheorie bezeichnet seither ebenso auch die darin von ihm erstmals entwickelte Theorie zur Portfolio-Auswahl.

Sollte der mVaR überschritten werden, ist im langfristigen Durchschnitt mit dem Modifizierten Conditional Value at Risk zu rechnen. Dieser gibt an, welche Abweichung bei Eintritt des Extremfalls, d.h. bei Überschreitung des mVaR, zu erwarten ist.

Vereinfachung / Umstellung der Durationsformel. Die modifizierte Duration gibt die prozentuale Veränderung eines Anleihekurses aufgrund einer 1-prozentigen Marktzinsveränderung an.

Der Value at Risk (VaR) bedeutet übersetzt "Wert auf dem Spiel". Das Konzept stammt ursprünglich aus dem Bankensektor und ist heute Standard in der Steuerung von Risikobegrenzungen. Der VaR ist ein Downside-Risikomaß, das nur auf Verluste abstellt, ohne die Chancen zu berücksichtigen. Als VaR wird der geschätzte maximale Verlust bezeichnet, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer im langfristigen Durchschnitt nicht überschritten wird. Die Berechnungen nach Cornish-Fisher führen zu dem Ausweis des Modifiziertem Value at Risk (Berücksichtigung der Schiefe und Kurtosis).

Volatilitätsgewichteter gleitender Durchschnitt.

Steht für Multiple auf investiertem Kapital. Wenn Sie 1.000.000 Euro investieren und 10.000.000 Euro zurück erhalten, beträgt Ihr MOIC 10x unabhängig von der dazwischenliegenden Zeitspanne.

Month on Month – Monatsvergleich.

Abkürzung für den US-amerikanischen Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International.

Morgan Stanley Capital International Asia Aktienindex. Enthält die wichtigsten Aktien der folgenden zehn entwickelten und Emerging-Markets-Länder: China, Hongkong, Indien, Indonesien, Korea, Malaysia, Philippinen, Singapur, Taiwan und Thailand.

Verzinsliches Wertpapier, das in Haftungsbelangen den erst- oder vorrangigen Anleihen gegenüber nachgelagert behandelt wird. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten werden die Nachranganleihe-Inhaber nach den Inhabern vorrangiger Anleihen bedient, jedoch vor den Aktionären.

Der Net Asset Value (NAV), deutsch auch Nettoinventarwert, ergibt sich aus der Summe aller zum Marktwert bewerte-ten Vermögensgegenstände (Assets) abzüglich sämtlicher Verbindlichkeiten eines Unternehmens.

Kennzahl, welche die Nettoverschuldung eines Unternehmens zu dessen Ertragskraft (EBITDA) ins Verhältnis setzt.

Der Nettobuchwert (engl. "Tangible Book Value") entspricht dem Buchwert abzüglich der immateriellen Vermögenswerte (hierunter fällt z.B. aktiviertes geistiges Eigentum bzw. der sogenannte Geschäfts- und Firmenwert).

Der Begriff des Nettogewinns, auch Gewinn, ist der auf einen Zeitraum bezogene Periodenüberschuss nach Zinsen und Steuern.

Der Nettoinventarwert (NAV = Net Asset Value) bezeichnet den (Rücknahme-)Preis eines Anteilswertes an einem Fonds. Der NAV ergibt sich, indem man von der Summe aller Vermögenswerte des Fonds sämtliche Verbindlichkeiten abzieht und das Ergebnis durch die Anzahl der ausstehenden Anteilsscheine dividiert.

Lang- und mittelfristige Schulden abzüglich Liquidität (Cash). Negative Netto-Schulden bedeuten, dass die Liquidität höher ist als die Schulden.

Japanischer Aktienindex, der 225 ausgesuchte Unternehmen enthält.

Bezugsbetrag der Option

Reeder, die ihre Schiffe nicht selber betreiben, sondern verchartern.

Notch in Bezug auf Ratings bedeutet die Abstufung bei Bonitätseinschätzungen durch Ratingagenturen.

Der „NYSE Arca Gold Bugs Index” (auch HUI genannt, früher AMEX Gold Bugs Index) ist ein preisgewichteter Aktienpreisindex, der die weltweit führenden Unternehmen aus dem Bereich der Exploration, Produktion oder Ent-wicklung von Gold enthält, die ihre Produktion für weniger als zwei Jahre auf Termin verkauft haben und somit ent-sprechend am erwarteten Preisanstieg partizipieren können. Die größten Werte (Stand: 15.4.2011)  sind Goldcorp, Barrick Gold, Newmont Mining, Harmony Gold Mining, Randgold Resources, Hecla Mining, Eldorado Gold Corp, Anglogold Ashanti Ltd. und Kinross Gold.

Das Outright Monetary Transactions (OMT) Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) ermöglicht der Zentralbank unter bestimmten Bedingungen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von ein bis drei Jahren von Mitgliedsstaaten der Eurozone zu kaufen.

EBIT/Umsatz.

Bezeichnet den Kapitalzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, der in der Regel ausgehend vom Nettogewinn errechnet wird. Er gibt an, wie viel Geld aus den Umsätzen eines Unternehmens tatsächlich erwirtschaftet wird und zum Beispiel für Investitionen oder Dividenden zur Verfügung steht.

Das operative Ergebnis ist der Gewinn, den ein Unternehmen mit seinen Geschäftsfeldern erzielt, z. B. aus dem Verkauf selbst hergestellter Produkte. Zum operativen Gewinn gehören nicht Verkaufserlöse von Tochtergesellschaften und Firmenanteilen oder Erträge aus Finanzanlagen. EBIT = Gewinn vor Zinsen und Steuern.

Opportunitätskosten entstehen Investoren dadurch dass Ihnen durch eine getroffene Anlageentscheidung Erträge aus einer alternativen Anlagemöglichkeit entgehen. In einem positiven Zinsumfeld beispielsweise entgehen Investoren beim Erwerb von Gold die Zinserträge z.B. aus einer alternativen Anlage in eine Anleihe, da Gold selbst keine Zinsen abwirft.

Der Inhaber einer Kaufoption (Call) oder Verkaufsoption (Put) hat das Recht, einen bestimmten Basiswert innerhalb bestimmter Frist zu einem im Voraus bestimmten Preis zu fordern oder zu liefern.

Optionsscheine verbriefen das Recht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu einem bestimmten Termin oder innerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Im Gegensatz zu börsengehandelten Optionen werden Optionsscheine von Finanzinstituten emittiert und weisen daher ein Ausfallrisiko auf.

Nicht börsengehandeltes und nicht standardisiertes Optionsgeschäft, direkt zwischen zwei Vertragsparteien zu individuell vereinbarten Bedingungen.

Wenn die Wertentwicklung z. B. eines Finanzinstruments diejenige einer Benchmark (Vergleichswert) übertrifft, liegt eine Outperformance vor

Vertragskonstellation, in der die Verwaltungstätigkeit von der Kapitalanlagegesellschaft eines Fonds auf einen externen Fondsmanager/Asset Manager übertragen wird, welcher innerhalb der Vertragsvereinbarungen und Anlagerestriktionen eigene Handelsentscheidungen direkt umsetzten kann.

Beschreibt das Verhalten der Selbstüberschätzung.

Unter Overlay Management versteht man das gezielte Steuern spezifischer Marktpreisrisiken innerhalb eines Portfolios. Hierbei werden transparente und hoch liquide Derivate eingesetzt (meist Futures, Forwards und Optionen).

Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Entspricht dem KGV.

Als „pari passu“ wird eine Klausel - beispielsweise - in Kreditverträgen bezeichnet, die darauf abzielt, dass bspw. ein Kreditnehmer gleichartige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditgebern gleichrangig bedient. Bei der Pari-Passu-Klausel handelt es sich um eine schuldrechtliche Verpflichtung des Schuldners, mit welcher dieser zusichert, der während der Laufzeit einer - in der Regel unbesicherten - Verbindlichkeit anderen Gläubigern vergleichbarer (unbesicherter) Verbindlichkeiten keinen Vorrang einzuräumen. Wenn von Gesetzes wegen ein Vorrang besteht (etwa im Insolvenzverfahren), kann dieser durch eine pari passu-Klausel nicht überwunden werden.

Siehe Swaption.

Die Peergroup, zu deutsch Vergleichsgruppe, ist eine Menge von Unternehmen oder Fonds, die hinsichtlich ihrer Eigenschaften wie z. B. Branche, Größe und Tätigkeit mit einem zu untersuchenden Unternehmen oder Fonds möglichst ähnlich ist.

Price Earnings Growth Ratio – oder auch dynamisches KGV – setzt das KGV ins Verhältnis zum durchschnittlichen Gewinnwachstum des Unternehmens.

Anteil der Managementvergütung, welcher abhängig vom Erfolg der Investmentstrategie ist.

Darstellung von Performancequellen und der Differenzierung, aus welchen Beiträgen sich die Performance zusammensetzt.

Von einer Hypothekenbank begebene Anleihe, die durch Hypotheken auf Immobilien besichert ist.

Steht für die Anfangsbuchstaben folgender Länder der Eurozone, bei denen in der europäischen Staatsschuldenkrise im Frühjahr 2010 aufgrund ihrer sehr hohen Verschuldung die Sorge umging, dass sie ihre Kredite nicht zurückzahlen könnten: Portugal, Italien, Griechenland, Spanien.

Steht für die Anfangsbuchstaben folgender Länder der Eurozone, bei denen in der europäischen Staatsschuldenkrise im Frühjahr 2010 aufgrund ihrer sehr hohen Verschuldung die Sorge umging, dass sie ihre Kredite nicht zurückzahlen könnten: Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien.

Plain-Vanilla-Optionen stellen standardisierte Optionen (Call- und Put-Optionen) dar, die keinerlei zusätzliche Eigenschaften aufweisen.

Portable-Alpha-Strategien sind Anlageformen, die über Derivate umgesetzt werden. Als Alpha-Strategien haben sie das Ziel, unabhängig von der Marktphase positive Erträge zu generieren. (Zum Vergleich sollen Beta-Strategien in Abhängigkeit der allgemeinen Marktentwicklung durch Kaufen-und-Halten Erträge generieren.) Da für den Handel von Derivaten keine Investition im klassischen Sinne erforderlich ist, sondern nur eine Margin zu hinterlegen ist, ist das gehandelte Volumen unabhängig von einem bestimmten zur Verfügung stehenden Investitionsvolumen, so dass sie z.B. über ein beliebiges Basisportfolio gelegt werden können, also trans“portabel“ sind. Auch der Handel mit Leverage ist möglich.

Porters's 5 Forces ist eine Branchenstrukturanalyse nach dem Fünf-Kräfte-Modell (engl. five forces). Sie ist im strategischen Management ein von Michael E. Porter entwickeltes Hilfsmittel zur Strategieanalyse in der unternehmerischen Planung. Hierbei werden die fünf wesentlichen Wettbewerbskräfte näher beleuchtet.

  1. Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern/brancheninterner Wettbewerb (zentrale Triebkraft)
  2. Bedrohung durch neue Anbieter (auch Zugangsbeschränkung
  3. Verhandlungsstärke der Lieferanten
  4. Verhandlungsstärke der Abnehmer
  5. Bedrohung durch Ersatzprodukte (Substitution)

Je stärker die Bedrohung durch diese fünf Wettbewerbskräfte ist, desto unattraktiver ist die betrachtete Branche und desto schwieriger ist es, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

Die Preisnotierung ist eine Darstellungsform des Devisenkurses. Die Preisnotierung zeigt den Gegenwert einer Einheit einer ausländischen Währung in Einheiten der inländischen Währung an. So wäre beispielsweise der Devisenkurs zwischen dem USD und dem Euro in Form der Preisnotierung angegeben als 1$ = 0,90 €. (siehe auch „Mengennotierung“)

Direkte Investition in Private Equity über gekoppelte Instrumente.

Der Primärsaldo ergibt sich durch die Bereinigung des gesamtstaatlichen Budgetsaldos um die Zinsausgaben.

Private Equity (deutsch: außerbörsliches Beteiligungskapital) ist eine Form des Beteiligungskapitals, bei der die vom Kapitalgeber eingegangene Beteiligung nicht an geregelten Märkten (Börsen) handelbar ist. Die Kapitalgeber können private oder institutionelle Anleger sein; häufig sind es auf diese Beteiligungsform spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

Eine schriftliche Zusammenfassung der wichtigsten Informationen über eine Fondsanlage, einschließlich Kategorie, Ziel, Anlagestrategie, Fondsmanager, Risiken und Risikomanagement.

Eine von Kahneman und Tversky (1979) entwickelte Theorie zur Verhaltensökonomik, die Muster in der Entscheidungsfindung beschreibt und analysiert.

Eine Put-Option berechtigt den Inhaber der Option, innerhalb eines bestimmen Zeitraums (amerikanische Optionen) oder zu einem bestimmten Zeitpunkt (europäische Optionen) eine festgelegte Menge eines bestimmten Basiswert zu einem im Voraus festgelegten Preis (Ausübungspreis) zu verkaufen. Der Käufer einer Put-Option spekuliert grundsätzlich auf sinkende Kurse oder möchte eine Position absichern.

Quotient aus der Zahl der Verkaufsoptionen (Puts) und der Zahl der Kaufoptionen (Calls). Die Put/Call-Ratio ist eine Verhältniszahl, welche die Positionierung der Anleger am Terminmarkt und damit ihre Markterwartung beschreibt.

Quarter on Quarter – Quartalsvergleich.

Analyse von Finanz- und Risikomanagementfragen auf Basis der Anwendung von mathematischen und stochastischen Berechnungen bzw. Modellen.

Quantitative Lockerung (oder QE für „quantitative easing“ im Englischen) bezeichnet die Ausweitung der Geldbasis (expansive Geldpolitik) durch eine Zentralbank mittels unkonventioneller Maßnahmen. Dazu gehört insbesondere der Ankauf von Wertpapieren, um die Kapitalmärkte und Banken mit zusätzlicher Liquidität zu versorgen und die Zinsen am Anleihemarkt zu senken. Damit soll die Wirtschaft angekurbelt und die Inflation an das Zielniveau der Zentralbank herangeführt werden.

Wertentwicklungen unterschiedlicher Finanzinstrumente werden durch Computersysteme analysiert, ausgewertet und basierend auf den Ergebnissen Handelsempfehlungen (Signale) abgeleitet.

Anleihen von öffentlichen Emittenten, für die explizite Staatsgarantien bestehen.

Beschreibung für einen Kursverlauf ohne Trends, in welchem sich die Kurse innerhalb einer bestimmten Bandbreite (Range) bewegen.

Bonitätseinstufung eines Emittenten durch eine Rating-Agentur oder Bank. Die verwendete Klassifizierung folgt den Rating-Klassen von Standard & Poor’s. Die Einstufungen reichen schrittweise von AAA (beste Bonität ohne Ausfallrisiko) über BBB (nur durchschnittliche Bonität) bis hin zum Junk-Bond-Bereich (CCC), Ausfall (D) und 'Keine Bewertung' (NR = Non Rated). 

Im Gegensatz zum Backtesting wurde bei einer Anlage mit Real-Money-Performance tatsächliches Geld eingesetzt. 

Der Realzins gibt den um die Inflationsrate korrigierten Nominalzins an.

Siehe Swaption.

Beschreibt das Verhalten, im Zweifelsfall eher untätig zu bleiben, da das Vermeiden von Verlusten höher gewichtet wird als ein entgangener Gewinn.

Real Estate Investment Trusts (REITs) sind börsennotierte Immobiliengesellschaften, die schwerpunktmäßig Immobilien besitzen und betreiben. Sie sind gegenüber Immobilien-AGs steuerlich begünstigt.

Statistische Methode zur Ermittlung eines relativen Vergleichswertes eines Wertpapiers zu seiner Historie oder zu einem vergleichbaren Wertpapier der gleichen Gruppe.

Die Renditekurve (auch: Zinsstrukturkurve) zeigt an, welche Renditen für Anleihen verschiedener (Rest-)Laufzeiten eines Emittenten (z. B. der Bundesrepublik Deutschland) gezahlt werden.

Anlageformen, die in Sicherheit und Auszahlungsprofil einer sicheren Anleihe gleichen.

Im Rahmen der physischen Replikation werden die dem Index zugrundeliegenden Vermögenswerte (bspw. Aktien, Anleihen, Rohstoffe) gekauft. Bei der Replikation über Swaps werden Swap-Kontrakte mit einer Drittbank abgeschlossen, indem ein Tausch der entsprechenden Indexrendite gegen eine Gebühr und Erträge aus Sicherheiten, die im ETF-Portfolio gehalten werden, vereinbart wird.

Der Begriff bezeichnet zu deutsch die Recherche, d.h. die Informationssammlung bzgl. eines zu untersuchenden Objektes. Beispiele: Analyse eines Wertpapiers hinsichtlich seiner Kurschancen bzw. eines Unternehmens hinsichtlich seiner Ertragskraft oder eine makroökonomische Analyse.

Gewinn je Aktie / Buchwert je Aktie.

Reverse-Bonuszertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, deren Rückzahlung abhängig ist von der Wertentwicklung eines bestimmten Basiswertes. Reverse-Bonuszertifikate wenden das Bonuskonzept von Bonuszertifikaten in entgegengesetzter Form an. Während Anleger bei klassischen Bonuszertifikaten prinzipiell von steigenden Kursen des Basiswerts ausgehen, ist die Erwartungshaltung bei der Reverse-Variante eine andere: Der Inhaber dieses Zertifikats setzt auf abwärts oder seitwärts bewegende Kurse und profitiert an der negativen Entwicklung des Basiswerts. Denn der Bonusmechanismus findet hier in umgekehrter Form Anwendung. So liegt das Bonusniveau zum Emissionszeitpunkt unterhalb des Kurses des Basiswerts, und die Barriere ist oberhalb angesiedelt. Berührt oder überschreitet der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit niemals die Barriere, so erhält der Anleger am Laufzeitende zumindest die Bonusrendite. Wurde die Barriere jedoch verletzt, entstehen Verlustgefahren bei steigenden Basiswertkursen. Sehr starke Kursverluste des Basiswerts bis unter den Bonus-Kurs werden derweil eins zu eins in Gewinne verwandelt. Siehe auch Bonuszertifikat

Bei Revitalisierungsmaßnahmen wird die Qualität einer Immobilie an die aktuellen Marktanforderungen angepasst.

Rentenindex, berechnet durch die Deutsche Börse, der die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen misst.

Abkürzung für Deutscher Rentenindex REXP. Performance-Index, der den gesamten Anlageerfolg am deutschen Rentenmarkt misst. Performancekomponenten bilden die Kursveränderungen des REX sowie die tägliche Reinvestition des durchschnittlichen Jahrescoupons. Seine Errechnung erfolgt in zwei Schritten jeweils täglich zum Börsenschluss: Zuerst wird die Kalkulation des Kursindex REX durchgeführt, anschließend erfolgt eine Summation von Kursveränderungen und Zinsertrag zum Performanceindex.

Proprietärer Indikator, der anhand von signifikanten Indizes bzw. Kapitalmarktinstrumenten (Aktienmarktvolatilität, Emerging-Markets-Fremdwährungsvolatilitäten sowie Ausfallprämien für führende Schwellenländer) die aktuelle Risikoneigung des Marktes für Schwellenländeranleihen bestimmt.

Mittels einer Risikoklassifizierung werden Finanzinstrumente von Emittenten, Banken oder Vertriebspartnern anhand ihres Chance-Risiko-Verhältnisses in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Risikoklassen dienen insbesondere dem Anleger als Orientierungshilfe für die Geeignetheit/Angemessenheit einer in Aussicht genommenen Anlage.

Risikoprämien werden als Entschädigung für die Übernahme eines Risikos bzw. einer Unsicherheit gezahlt. Durch regelbasierte alternative Anlagestrategien können diese systematisch vereinnahmt werden. Dabei besteht eine Anlagestrategie aus einem Portfolio aus unterschiedlichen Wertpapieren (Aktien/Renten) und/oder Terminkontrakten usw. Terminkontrakte können sich auf unterschiedliche Anlageklassen wie z.B. Aktien, Renten, Rohstoffe oder Währungen beziehen. 

Eine Roadshow ist eine Veranstaltung von Unternehmen z.B. im Rahmen eines Börsengangs, einer Kapitalerhöhung, einer Neuproduktvorstellung oder zur Bekanntmachung von Analysen. Dabei finden mehrere Veranstaltungen in verschiedenen Städten statt.

Rohstoff-Futures sind standardisierte Terminkontrakte auf ein bestimmtes Gut. Futures verpflichten den Käufer, den Basiswert zu einem festgelegten Termin zu beziehen. Der Verkäufer eines Future ist zur Lieferung des entsprechenden Basiswerts verpflichtet. Es handelt sich dabei um ein reines Differenzgeschäft. Der zugrunde liegende Basiswert wird nicht tatsächlich gekauft, sondern es ist nur eine Sicherheitsleistung (Margin) erforderlich, um einen eventuellen Verlust aus einem Future-Geschäft decken zu können.

Aktueller Marktwert von nicht realisierten Investitionen als Prozentsatz des abgerufenen Kapitals zur Indikation unrealisierter Rendite des Fonds. Das RVPI-Multiple wird berechnet, indem man den Nettowert oder Restwert der Fondsbestände durch die in den Fonds eingezahlten Cashflows teilt.

Der S&P 500 (Standard & Poor’s 500) ist ein Index, der die Aktien der 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen beinhaltet.

Der Standard & Poors Goldman Sachs Commodity Index ist ein übergreifender Gesamtindex und basiert auf derzeit 24 liquide handelbaren Rohstoffen aus den Bereichen Energie, Industriemetalle, Edelmetalle, Landwirtschaft und Viehwirtschaft.

Bonitätseinstufung eines Emittenten oder eines Finanzinstruments durch die Rating-Agentur Standard & Poor’s.

Unter Sachwerten werden Kapitalanlagen subsummiert, die keine Börsennotiz und einen langfristigen Anlagehorizont aufweisen. Aktien, die gemeinhin auch Sachwerte darstellen, werden aufgrund ihrer Börsennotiz den Wertpapieren zugeordnet, wohingegen Private Equity entsprechend den Sachwerten zugeordnet.

Shanghai Frachtraten Index, der von der Shanghai Shipping Exchange (SSE) veröffentlicht wird.

Die unternehmensintern durchgeführte eigene bewertende Einstufung aller Bereiche, wobei zumindest die (strengen) Beurteilungsmaßstäbe der Rating-Agenturen angelegt werden. Im weltweiten Finanzsektor, mehr und mehr aber auch bei vom Finanzmarkt abhängigen Firmen, wird ein solches Schatten-Rating in kurzen Zeitabständen vorgenommen, um einer Herabstufung durch Rating-Agenturen zuvorzukommen bzw. um allfälliger Risikofaktoren möglichst rasch gewahr zu werden.

Die Schiefe beschreibt die Neigungsstärke einer statistischen Verteilung.

Die Schiefe oder Skewness ist ein statistisches Maß, das die Neigungsstärke der Verteilung einer Zufallsvariablen anzeigt. Sie errechnet sich aus den mit der Standardabweichung normierten Abweichungen vom Erwartungswert in die dritte Potenz gehoben.
Die Abweichung gegenüber der symmetrischen Normalverteilung, die eine Schiefe von Null aufweist, ist von besonderem Interesse. Bei positiver Schiefe spricht man von einer rechtsschiefen Verteilung, bei negativer Schiefe liegt eine linksschiefe Verteilung vor.

Auswahlverfahren in der Wertpapierselektion, bei dem anhand von quantitativen und/oder qualitativen Kriterien einzelne Wertpapiere mit einem Scoring-Wert bewertet werden. Nur Wertpapiere, die einen zuvor festgelegten Mindestwert überschreiten, kommen als Anlagemöglichkeit infrage.

Selektionsprozess von Unternehmen

Das Sekundär-Research erstellt keine eigenen Berechnungen und Modelle, sondern analysiert die Studien von Investment-Banken und Forschungseinrichtungen.

Erwerb bestehender Anteile an Private Equity-Fonds

Bei Senior-Unternehmensfinanzierungen handelt es sich häufig um besicherte - jedoch auch bei sehr guten Bonitäten um unbesicherte Darlehen-, die bei einer möglichen Verwertung der Vermögensgegenstände des Unternehmens gemeinsam mit anderen im gleichen Rang stehenden Finanzierungen zurückgeführt werden. Die Senior-Finanzierung verfügt daher beispielsweise im Vergleich zu nachrangigem Fremdkapital und insbesondere dem Eigenkapital eines Unternehmens über eine bessere Risikoposition.

Die Sensitivitäten (Griechen) geben für eine Option oder ein Finanzprodukt, das Optionen enthält, an, wie sich dessen Preis verändert, wenn sich bestimmte Parameter des der Option zugrundeliegenden Basiswertes verändern.

Das Delta gibt an, wie sich der Preis der Option verändert, wenn der Kurs des Basiswertes um 1 % steigt.

Das Vega gibt die Preisänderung der Option als Reaktion auf die Zunahme der erwarteten Schwankungsintensität des Basiswertes um 1 % an.

Das Theta gibt die Preisänderung der Option an, wenn die Restlaufzeit der Option um einen Tag abnimmt.

Das Gamma ist eine Sensitivität zweiter Ordnung. Es gibt die Änderung des Deltas der Option an, wenn der Kurs des Basiswertes um 1 % steigt.

Die Sentimentanalyse versucht, mithilfe der Anlegerstimmung in bestimmten Marktsituationen die zukünftige Kursentwicklung von Wertpapieren zu prognostizieren. Dabei wird auf Indikatoren zurückgegriffen, die entweder auf direkten Anlegerumfragen basieren oder die Stimmung der Investoren indirekt abbilden sollen wie z. B. über das Verhältnis von Puts zu Calls.

Ein Share Deal ist eine Form des Unternehmenskaufs, bei dem der Käufer Anteile der zum Verkauf stehenden Gesellschaft erwirbt.
Immobilienbezogen:
Veräußerung von Anteilen einer Objektgesellschaft anstelle des bloßen Objektgegenstandes (der Immobilie).

Die Bezeichnung für eine Unternehmensführung, welche die Anlegerinteressen beachtet und eine langfristige überdurchschnittliche Wertentwicklung anstrebt. Dabei stehen nicht temporär möglichst hohe Dividendenausschüttungen im Vordergrund, sondern anhaltende Ertrags- und Renditeverbesserungen.   

Mittels der Sharpe Ratio kann die risikoadjustierte Rendite einer Anlage beurteilt werden. Dies ist die durch den Fonds erzielte Rendite über dem risikolosen Zinssatz, dividiert durch die Volatilität der Renditen. Bei gleicher Rendite zweier Anlagen ist die Anlage mit der niedrigeren Volatilität, d. h. der höheren Sharpe Ratio, zu bevorzugen. Wenn ein Fonds A zum Beispiel 12 % Rendite hat, der risikolose Zins bei 4 % liegt und das Risiko (Schwankung) des Fonds im Durchschnitt 5 %, so weist diese Investition eine Sharpe Ratio von 1,6 auf. (Rendite Wertpapier A – Rendite risikofrei)/Risiko Wertpapier A

Vom US-amerikanischen Wirtschaftsprofessor Robert Shiller entwickeltes spezielles KGV. Da Unternehmensgewinne kurzfristig stark schwanken können, wird beim Shiller-KGV zur Glättung der Durchschnitt der Unternehmensgewinne der vergangenen zehn Jahre verwendet.

Bezeichnet den Verkauf eines Termingeschäftes im Zinsbereich. Der Bund Future beinhaltet einen Korb von deutschen Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von 8,5 bis 10,5 Jahren. Der Bobl (Bundesobligation) Future beinhaltet analog einen Korb von deutschen Rentenpapieren mit einer Restlaufzeit von 3 bis 5 Jahren.

Short Covering bezeichnet die Eindeckung von Short-Positionen durch Käufe, um bei steigenden Kursen nicht durch eine konträre Positionierung Verluste zu erleiden.

Mit ETFs (siehe Glossareintrag zu Exchange Traded Fund [ETF]) können Anleger auf steigende sowie auch auf fallende Kurse eines Basiswertes (Short-ETFs) setzen.

Der Verkäufer eines Finanzinstruments geht eine Short Position ein, wenn dieser das verkaufte Instrument nicht im Bestand hält und somit in der Pflicht steht, dieses zu einem fixierten Zeitpunkt zu liefern oder die positive Wertänderung auszugleichen. Der Inhaber einer Short Position kann somit an negativen Marktbewegungen des Finanzinstruments positiv partizipieren.

Vertragliche Nebenabrede oder Zusatzvereinbarung zum Fondsvertrag. Side Letter enthalten in der Regel Bestimmungen, die nicht im Limited Partnership Agreement selbst enthalten sind, da sie an die spezifischen Bedürfnisse einzelner Investoren angepasst sind.

Eine zentral operierende Datenbank-Plattform, die sämtliche Bereiche des Asset Management flexibel, transparent und effizient verwalten und zusammenführen kann.

Single Tenant Immobilien haben nur einen Mieter. Multi Tenant Immobilien haben mehr als einen Mieter.

Hedgefonds (von engl. to hedge), „absichern“, engl. hedge fund, sind eine spezielle Art von Investmentfonds, die durch eine marktneutrale Anlagestrategie gekennzeichnet sind. Typisch für Hedgefonds ist der Einsatz von Derivaten, Leerverkäufen, Offshore-Registrierung und eine performanceabhängige Kompensation. Außerdem versuchen einige Hedgefonds, über Fremdfinanzierung eine höhere Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften (Hebel- oder Leverage-Effekt). Ein Dach-Hedgefonds investiert in mehrere Hedgefonds, um das Risiko zu streuen.

Aktienindex, der aus den 50 nächstkleineren Unternehmen besteht, die nach den Kriterien Marktkapitalisierung (auf Basis des Streubesitzes) und Börsenumsatz den 50 MDAX-Unternehmen folgen.

Aktiengesellschaften mit einer Börsenkapitalisierung von weniger als 1,5 Mrd. Euro.

Aufsichtsrechtlich wird von Versicherungsunternehmen und Banken die Bereitstellung von ausreichenden Eigenmitteln (Solvabilitätsmitteln) gefordert. Das ist notwendig, damit diese jederzeit ihre eigene Existenz sicherstellen und die eingegangenen finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.

Bei der Ermittlung der Solvabilitätsquote werden die verfügbaren Solvabilitätsmittel ins Verhältnis zu den aufsichtsrechtlich geforderten Solvabilitätsmitteln gesetzt. Eine Quote von 100 % gilt als ausreichend.

Diese Kennzahl stellt das Risiko aufgrund von negativen Schwankungen dar. Sie misst nicht generelle Schwankungen, sondern die Downside Deviation, also die Kursausschläge in Bereiche unterhalb des risikolosen Marktzinses.

Ausgliederung und rechtliche Verselbständigung einzelner Bereiche eines Unternehmens, die im deutschen Recht meist in Form einer Abspaltung oder Ausgliederung nach §§ 123 ff. UmwG erfolgt

Bezeichnet allgemein die Differenz zwischen zwei einheitsgleichen Größen. Hier handelt es sich zumeist um Unterschiede zwischen Renditen verschiedener Wertpapiere aufgrund verschiedener Laufzeiten oder Bonitäten.

Prozentuale Wertänderung bei einer Veränderung des Spreads um 1 %.

Als Staatsverschuldung wird die Summe aller Verbindlichkeiten eines Staates bezeichnet. Der gesamtstaatliche Schuldenstand umfasst sowohl die Verbindlichkeiten der Gebietskörperschaften (Bund, Länder und Gemeinden) als auch der Sozialversicherungen. Üblicherweise wird der Schuldenstand eines Staates brutto (also ohne Berücksichtigung von Vermögenswerten) ausgewiesen. Zudem enthalten offizielle Zahlen zur Staatsverschuldung lediglich die expliziten, also die verbrieften Schulden. Implizite oder verdeckte Schulden werden hingegen nicht bilanziert, weil es sich zwar um bereits absehbare, aber noch nicht um verbriefte Schulden handelt. Ein Beispiel für implizite Schulden sind Pensionsverpflichtungen des Staates.

Die Standardabweichung misst das Ausmaß der Abweichungen der Investitionsrenditen von ihrem Mittelwert. Je höher die Abweichung der Renditen, desto höher ist die Standardabweichung.

Betrag, den der Verkäufer (=Stillhalter) einer Option vereinnahmt. Dafür übernimmt der Stillhalter für die Laufzeit der Option das Risiko, dass er den Basiswert, unabhängig von der Preisentwicklung, liefern (Call) oder entgegennehmen (Put) muss.

Stock-Picking bezeichnet einen Investmentstil, bei dem gezielt einzelne Aktien, in der Erwartung überdurchschnittlicher Renditen, ausgewählt werden.

Kurslevel, bei dem ein Wertpapier verkauft/gekauft wird, um Verluste zu begrenzen.

Der STOXX EU Enlarged Total Market Index (TMI) beinhaltet eine große Anzahl von Unternehmen aus den zehn Mitgliedsstaaten, die der Europäischen Union am 1. Mai 2004 beigetreten sind: Zypern, Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei und Slowenien und am 1. Januar 2007: Bulgarien und Rumänien. Mit einer variablen Anzahl von Unternehmen deckt der STOXX EU Enlarged TMI etwa 95 % der im Streubesitz befindlichen Marktkapitalisierungen der im Index vertretenen Länder ab.

Aktienindex, der aus den 600 nach dem Kriterium Marktkapitalisierung (auf Basis des Streubesitzes) größten börsennotierten Unternehmen Europas besteht.

Unter einem Strangle versteht man die Kombination eines Calls (mit höherem Basispreis) und eines Puts (mit niedrigerem Basispreis). Ist man Verkäufer einer solchen Strategie profitiert man immer dann, wenn der Basiswert (z.B. DAX) zum Ende der Laufzeit weder oberhalb des Call Basispreises noch unterhalb des Put Basispreises, also genau zwischen beiden bei Eröffnung festgelegten Basispreisen notiert. Als Käufer einer solchen Strategie profitiert man von größeren Marktausschlägen, sodass der Basiswert entweder oberhalb des Call Basispreises oder unterhalb des Put Basispreises notiert.

Stresstests sind ein Instrument des Risikomanagements. Sie sind eine computersimulierte Technik zur Analyse des Verhaltens von Banken und Anlageportfolios in unterschiedlichen, drastischen wirtschaftlichen Szenarios.

Zu deutsch Basispreis; bezeichnet die Kursschwelle, ab der der Käufer einer Option sein Recht zum Kauf des Basiswertes ausüben wird

Bei einer strukturierten Anleihe handelt es sich um ein strukturiertes Finanzprodukt (eine Anleihe mit derivativer Komponente). Je nach Ausstattung der Anleihe kann die derivative Komponente sich auf den Kupon beziehen (z.B. steigender, fallender Kupon), dem Emittenten oder dem Anleger zusätzliche Kündigungsmöglichkeiten ermöglichen, oder die Art der Rückzahlung der Anleihe an bestimmte Bedingungen koppeln. Ist z.B. eine Rückzahlung in Aktien statt des Nominalbetrages möglich, spricht man von einer Aktienanleihe. Ist die Rückzahlung abhängig von der Entwicklung eines Index (z. B. des DAX), handelt es sich um eine Indexanleihe. Aktienanleihen sind aus Sicht des Emittenten Instrumente zur Kapitalbeschaffung und gleichzeitig zur Kurssicherung, für den Anleger sind sie Kapitalanlagen mit attraktivem Zinssatz im Vergleich zu gewöhnlichen Anleihen, aber mit einem deutlich erhöhten Kurs- und ggfls. Verlustrisiko.

Aufgelaufene Zinsen eines festverzinslichen Wertpapiers seit der letzten Kuponzahlung.

Sub-Sovereigns, Supranationals und Agencies (SSA) bezeichnet eine Kategorie von staatlichen und staatsnahen Anleihe-Emittenten. Häufig besteht für letztere eine explizite oder implizierte Staatsgarantie für Emissionen dieser Emittenten. Sub-Sovereigns sind regionale oder lokale Gebietskörperschaften eines Nationalstaates (z.B. die deutschen Bundesländer, spanische Regionen). Supranationale Emittenten lassen sich am treffendsten als länderübergreifende Institutionen definieren. Über diese verfolgen die Mitgliedsländer üblicherweise gemeinsame Ziele aus den Bereichen Soziales, Bildung und Infrastruktur (z.B. EIB oder EUROFIMA). Agencies sind Emittenten, deren Hauptgeschäftstätigkeit die Wahrnehmung eines öffentlichen Auftrags ist. Sie profitieren üblicherweise von einer expliziten oder implizierten staatlichen Garantie. Zu diesen Emittenten werden meist auch Public Banks gezählt. Darunter versteht man Emittenten mit Unterstützung oder im Besitz der öffentlichen Hand, die gewerbliche Bankdienstleistungen wettbewerbsneutral anbieten (z.B. KfW oder Bank Nederlandse Gemeenten).

Auch Subprime-Markt, bezeichnet den Markt, auf dem verbriefte Papiere von privaten Hypothekenkrediten gehandelt werden.

Die Super Senior-Finanzierung stellt eine Unternehmensfinanzierung im Rahmen einer Gesamtfinanzierung mit Dritten Darlehensgebern dar, die in der Regel eine sogenannte Unitranche-Finanzierung („Senior“) an das Unternehmen vergeben. Die Super Senior-Finanzierung genießt im Verwertungsfall eine vorrangige Erlösverteilung gegenüber der Unitranche-Finanzierung, welches zu einer entsprechend besseren Risikoposition für den Super Senior-Darlehensgeber führt.

"Überlebensfall", in Zusammenhang mit Indices, nur die am Markt gehandelten werden berücksichtigt. Wird ein Bestandteil nicht mehr gehandelt, wird er aus dem Index genommen.

Der Begriff steht im Englischen für „Tausch“ oder auch „Austausch“. Ökonomisch gesehen bezeichnet man mit einem Swap eine bilaterale Vereinbarung, an zukünftigen Zeitpunkten vertraglich definierte Zahlungsströme (Cashflows) auszutauschen. Die Vereinbarung definiert dabei die Vertragsmodalitäten des Swaps, u. a. wie die Zahlungen berechnet werden und wann sie fällig werden.

eine Option, die dem Käufer gegen Zahlung einer einmaligen Prämie erlaubt, zu einem festen Zeitpunkt oder während der Laufzeit in einen Zinsswap einzutreten. Die Laufzeit und Zinshöhe des Swaps sind festgelegt. Es wird unterschieden zwischen Payer Swaptions und Receiver Swaptions. Während der Kauf einer Receiver Swaption eine Absicherung gegen fallende Zinsen darstellt, kommt der Kauf einer Payer Swaption einer Absicherung gegen steigende Zinsen gleich.

Der Sweet Spot ist der Punkt, an dem ein Indikator oder eine Richtlinie das optimale Verhältnis von Kosten und Nutzen bietet. Dieser Begriff wird häufig verwendet, um sich auf Situationen zu beziehen, in denen Wirtschaftsdaten, wie Zinssätze oder Beschäftigungszahlen, derzeit oder voraussichtlich zur besten gesamtwirtschaftlichen Situation führen.

Swing Pricing schützt bestehende Anleger vor einer Wertverwässerung, die aufgrund verursachter Handelskosten durch Zeichnungs- und Rücknahmeaktivitäten des Fonds entstehen.

Eine Investition erfolgt dabei mit derivativen Instrumenten, die außer der Marginleistung keinerlei Kapitalersatz benötigen.

Als Tail Risk werden Extremereignisse verstanden, die bei den Marktteilnehmern als äußerst unwahrscheinlich gelten.

Tankan ist die Abkürzung für „Tanki Keizai Kansoku“ (kurzfristiger Wirtschaftsausblick). Dieser Konjunkturvorlaufindikator wird von der Bank of Japan vierteljährlich herausgegeben.

Ein Begriff der im Zusammenhang mit der expansiven Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed verwendet wird. Hierunter wird die Reduzierung von Anleihekäufen durch die Notenbank verstanden.

Analyse, um aus der Kurs- und Umsatzhistorie die zukünftige Kursentwicklung einzuschätzen.

Siehe Total Expense Ratio.

Maßeinheiten für die Ladekapazität von Containerschiffen. Anzahl der maximal aufzunehmenden Standardcontainer mit einer Länge von 20 Fuß (L/B/H: 6,1 m/2,44 m/2,56 m).

Wertpapiervermögen, das sich bei der Auswahl von Wertpapieren auf ein spezielles Anlagethema, wie z. B. Rohstoffe, Solarenergie oder Wasser, fokussiert.

Zinsen und/oder Erträge aus Wertpapieren werden in neuen Wertpapieren wiederangelegt und nicht ausgezahlt.

Bei diesen zwei Analysearten handelt es sich um entgegengesetzte Ansätze der Analyse. Die Top-down-Analyse („von oben nach unten“) wählt z. B. einen favorisierten Aktienmarkt oder einen Sektor. Sie analysiert das Große Ganze. Bei der Bottom-up-Analyse („von unten nach oben“) hingegen setzen sich Sektor- oder Länderverteilungen indirekt aus der primären Wahl von Einzeltiteln zusammen. Beide Ansätze sollten zusammengeführt werden, um eine Synthese zu bilden.

Die Total Expense Ratio (TER) oder Gesamtkostenquote beschreibt die Höhe der Kosten (z. B. Management- und Verwaltungskosten), die auf Ebene eines Fonds anfallen und von diesem getragen werden.

Anlagestrategie mit dem Ziel, langfristig positive Renditen (Anlagehorizont mindestens drei Jahre) bei moderaten Schwankungen und systematischer Begrenzung der Verlustrisiken zu erreichen. Einzelne Zeiträume mit negativer Wertentwicklung können nicht ausgeschlossen werden. Es werden Vergleichsvermögen zur Kontrolle der erbrachten Managementleistung verwendet.

  1. Der TVPI entspricht dem Verhältnis aus aktueller Bewertung zuzüglich der Rückflüsse in Relation zum gesamten Kapitaleinsatz.
  2. Bei der Berechnung des TVPI (oft wird auch der Begriff „Gesamtwert“ synonym verwendet) wird der so genannte Net Asset Value eines Portfolios, die vorhandene Liquidität und die bereits geleisteten Auszahlungen ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt.
  3. Ein TVPI von 1 bzw. 100% bedeutet, dass stichtagsbezogen ein Kapitalerhalt erreicht wurde.
  4. Ein TVPI von größer 1 bzw. größer 100% bedeutet, dass stichtagsbezogen ein positives Ergebnis erreicht wurde.

Der Tracking Error ist ein spezielles Maß für die Renditeabweichung eines Investmentfonds von seiner Benchmark.

Chronologisch verfolgbare Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens oder auch Managers/Unternehmers. Dient häufig als Referenz einer Beteiligungsgesellschaft (erfolgreiche Deals) oder auch Investmentfonds.

Der Treugeber ist eine Person, die Eigentum an Sachen und/oder Rechten auf einen Treuhänder überträgt, sodass diesem die volle Rechtsstellung eines Eigentümers verliehen wird.

Ein Treuhänder ist eine natürliche oder juristische Person, die fremdes Eigentum in eigenem Namen, aber für fremde Interessen verwaltet.

Turnaround engl. für Umkehren. Fonds, deren Anlagestrategie auf den Erwerb und die spätere Veräußerung von Portfoliounternehmen gerichtet ist, die sich in einer finanziellen Krise oder Schwächephase befinden. Diese Fonds beabsichtigen in notleidende Unternehmen zu investieren und deren Marktsituation zu verbessern.

"Der Gesamtwert des Fonds-Portfolios dividiert durch das eingezahlte Kapital, um den Erfolg eines Private Equity-Portfolios als Verhältnis des Gesamtwertes zu seiner Kostenbasis zu messen."

UCITS III steht für Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities. In Deutsch wird UCITS mit OGAW übersetzt. OGAW ist die Abkürzung für „Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren. Im europäischen Rechtsrahmen versteht man darunter Investmentfonds, die in gesetzlich definierte Arten von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten investieren (Wertpapierfonds). Die OGAW-Richtlinie definiert die speziellen Anforderungen an Fonds und ihre Verwaltungsgesellschaften.

Auch Umsatzerlös genannt, beziffert den Absatz eines Unternehmens in einer bestimmten Periode, gemessen in Werteinheiten.

Englische Bezeichnung für Basiswert.

Statistisches Risikomaß des Risikomanagements, das für eine gegebene Wahrscheinlichkeit und eine bestimmte Zeitperiode beziffert, welche Verlusthöhe ein Portfolio (oder ein Wertpapier) nicht überschreitet. Finanzwirtschaftliche Risiken können mit diesem Risikomaß quantifiziert werden.

Die Varianz misst die Abweichung einer Zufallsvariablen von ihrem Erwartungswert. Die Quadratwurzel der Varianz heißt Standardabweichung, welche der Volatilität entspricht.

Diese Indizes messen die impliziten Schwankungen (Volatilität) des DAX / STOXX / S&P 500.

Engl. für Risikokapital bzw. Wagniskapital. Venture Capital Fonds investieren in Unternehmen, die sich noch in einer frühen unternehmerischen Phase befinden (meist junge technologieorientierte Unternehmen). Das Investment ist dadurch mit besonders hohen Risiken aber auch mit potentiell hohen Renditechancen verbunden.

Begriff aus der Entscheidungsforschung, der das menschliche Verhalten beschreibt, sich bei Entscheidungen an einem Richtwert zu orientieren. Neue Informationen werden bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt, jedoch wird oft zu sehr an dem anfänglichen Wert festgehalten.

(laufende Verzinsung, effektive Rendite, engl. Yield to Maturity)  Die Verfallrendite ist eine Kennzahl zur Bewertung von Anleihen. Diese drückt aus, welche Rendite ein Anleiheinvestor erzielt, wenn er eine Anleihe zum aktuellen Kurs kauft, die Zinszahlungen vereinnahmt und die Anleihe am Laufzeitende (per Verfall) zu 100% zurückbezahlt wird.

Siehe Put.

vereinfachter Ausdruck für Value at Risk. Der Value at Risk (VaR) bedeutet übersetzt „Wert auf dem Spiel“. Das Konzept stammt ursprünglich aus dem Bankensektor und ist heute Standard in der Steuerung von Risikobegrenzungen. Der VaR ist ein Downside-Risikomaß, das nur auf Verluste abstellt, ohne die Chancen zu berücksichtigen. Als VaR wird der geschätzte maximale Verlust bezeichnet, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer im langfristigen Durchschnitt nicht überschritten wird. Die Berechnungen nach Cornish-Fisher (Berücksichtigung der Schiefe und Kurtosis) führen zu dem Ausweis des modifizierten Value at Risk (mVaR).

Gemischtes Sondervermögen, das entgegen einem reinen Aktien- oder Rentenfonds zur Verwaltung des gesamten Wertpapiervermögens eines Kunden geeignet ist. Bei dieser Fondsart steht im Vordergrund, nach dem Verständnis der Berenberg Bank, ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen dem eingegangenen Risiko und der Rendite.

Die Verwahrstelle, engl. Custodian, übernimmt die Verwaltung der Vermögensgegenstände sowohl bei Alternativen Investments (AIF), als auch bei Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW).

Vertraglich geregelter Betrag, der für die Verwaltungstätigkeit des AIFM bezahlt wird.

Bei Fonds bezeichnet dies das Jahr der Fondserrichtung bzw. das Jahr des Final Closing des Fonds.

In der Finanzmathematik ist die Volatilität als Maßstab für die Schwankungsbreite von Finanzmarktparametern wie beispielsweise Aktienkursen oder Zinsen anzusehen. Sie wird hier als Standardabweichung der Veränderungen des zugrundeliegenden Parameters definiert und ist ein wichtiger Faktor im Zuge der Risikobeurteilung. Wenn von annualisierten Volatilitäten die Rede ist (dies stellt den Regelfall dar), so wird als Betrachtungszeitraum für die Veränderungen das Jahr verwendet.

Analog zu der Beta Berechnung für Aktien bezeichnet ein Volatilitäts-Beta die Beziehung der Volatilität einer Aktie gegenüber einem Volatilitätsindex. Beispielsweise bedeutet ein Beta von 0,8, dass sich die Volatilität einer Aktie um 0,8 % erhöht, wenn der Volatilitätsindex um 1 % steigt.

Das Volatilitäts-Skew („Grinsen“) beschreibt bei Optionen das Phänomen, dass für Optionen der gleichen Laufzeit unterschiedliche Volatilitäten bei verschiedenen Basispreisen zu beobachten sind. Bei einer ausgeprägten Skew sind bei Kauf-Optionen im Geld deutlich höhere Volatilitäten eingepreist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Marktteilnehmer sehr negativen Kursentwicklungen deutlich höhere Eintrittswahrscheinlichkeiten zurechnen als signifikant positiven Entwicklungen.

Die systematische Überschätzung der impliziten Volatilität, also der erwarteten Schwankungsbreite, im Vergleich zur realisierten Volatilität der Finanzmärkte wird als Volatilitätsprämie bezeichnet. Die Höhe der Volatilitätsprämie kann je nach Basiswert und im Zeitablauf variieren. Diese Prämie existiert, weil Marktteilnehmer den Eintritt eines negative Ereignisses absichern möchten, jedoch üblicherweise die Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses überschätzen.

Gewinn vor Steuern.

Vorsteuergergebnis/Umsatz.

Ein von einer Gesellschaft ausgegebenes und in der Regel mit einem Nominalzins ausgestattetes verzinsliches Wertpapier, gibt dem Inhaber das Recht, es während einer vorher festgelegten Wandlungsfrist, zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien der ausgebenden Gesellschaft einzutauschen. In diesem Fall sprechen wir von einer Wandelanleihe (auch Wandelschuldverschreibung, Wandelobligation, engl. convertible bond). Dafür liegt der Nominalzins im Regelfall unter dem Zins für eine gewöhnliche Anleihe derselben Gesellschaft.

Year on Year – Jahresvergleich.

Beschreibt die Differenz zwischen Optionspreis und innerem Wert der Option. Der Zeitwert ist immer positiv und nimmt mit abnehmender Restlaufzeit überproportional ab. Er ist quasi Ausdruck für die Chance oder auch das Risiko, dass mit verbleibender Zeit der Kurs eines Basiswertes fallen oder steigen kann.

Umfasst eine Vielzahl von strukturierten Finanzprodukten, wie z. B. Bonus- oder Discount-Zertifikate. Diese setzen sich zumeist aus der Kombination einer Aktie oder Anleihe mit einer Option zusammen. Zertifikate sind Schuldverschreibungen, die das Risiko bergen, dass der Emittent zahlungsunfähig wird.

Frühindikator für die wirtschaftliche Lage in Deutschland. Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden monatlich erhoben. An der Umfrage beteiligen sich bis zu 350 Finanzexperten. Der Indikator gibt die Differenz der positiven und negativen Erwartungen für die künftige Wirtschaftsentwicklung (auf Sicht von sechs Monaten) in Deutschland wieder.

(Direkt investierender) Fonds, an dem sich ein Dachfonds beteiligen möchte.

Ein Fonds (der Direktinvestitionen tätigt), in den ein Dachfonds investieren möchte.

Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, das sich durch eine Veränderung des Marktzinses der Wert eines Wertpapiers verändert. Beispielsweise sinkt üblicherweise der Wert einer Anleihe, wenn der Marktzins steigt. Wie sensibel eine Anleihe auf Zinsänderungen reagiert, gibt die Kennzahl Duration an.

Zinsaufwand sind Zinsausgaben für Fremdkapital, die als betrieblicher Aufwand in der Kosten- und Leistungsrechnung übernommen werden. Korrespondierend bezeichnet man den betrieblichen Ertrag als Zinsertrag. In Deutschland ist der steuerlich geltend zu machende Zinsaufwand durch die Zinsschranke begrenzt.

Termingeschäft auf einen Anleihekorb (siehe Bund-/Bobl-Future).

Die Zinsstrukturkurve (auch: Renditekurve) zeigt an, welche Renditen für Anleihen verschiedener (Rest-)Laufzeiten eines Emittenten (z. B. der Bundesrepublik Deutschland) gezahlt werden. 

Bei einem Zinsswap vereinbaren zwei Vertragspartner, in der Zukunft Zinszahlungen auszutauschen. Während die eine Partei einen festgelegten Zins zahlt, zahlt die andere einen variablen Zinssatz (Referenzzinssatz aus dem Interbankengeschäft). Somit kann man sich je nach Präferenz gegen steigende oder fallende Zinsen absichern.

Der Z-Score (auch Standardisierte Zufallsvariable oder Z-Wert) gibt die Anzahl an Standard-Abweichungen an, die eine Beobachtung über oder unter dem Mittelwert liegt.

Im Bezug auf Private Equity handelt es sich um eine Gesellschaft, die für den Zweck der Akquisitionsfinanzierung gegründet wird.