Berenberg Bank Stiftung von 1990

Talent braucht Förderung

Engagement hat in Hamburger Familien und Unternehmen Tradition. Berenberg hat in seiner langjährigen Geschichte zahlreiche Initiativen unterstützt. Kulturelle Vielfalt und ein reges Geistesleben sind als wesentliche Standortfaktoren einer lebendigen Stadt unverzichtbar; sie brauchen jedoch qualifizierten und talentierten Nachwuchs.

Deshalb haben die Inhaber des Bankhauses zum 400-jährigen Jubiläum der Firma die Berenberg Bank Stiftung gegründet. Sie will als Partnerin von Kunst und Kultur mit ihrer gemeinnützigen Arbeit einen Beitrag zur Attraktivität Hamburgs leisten. Im Mittelpunkt steht die Förderung junger und begabter Künstler.

Die Stiftung vergibt jährlich mit dem Berenberg Kulturpreis einen der höchstdotierten Nachwuchspreise in Norddeutschland. Ausgezeichnet werden Künstler oder Ensembles, Projekte oder Institutionen. Dabei wird das ganze Spektrum kultureller Aktivitäten berücksichtigt: bildende und darstellende Künste, Literatur, Musik und Film. Darüber hinaus fördert die Berenberg Bank Stiftung die künstlerische Entwicklung begabter Nachwuchstalente durch die Vergabe von Stipendien. Mehr als 170 junge Künstlerinnen und Künstler hat die Stiftung in den über 35 Jahren ihres Bestehens unterstützt. Die Preisverleihung findet traditionell in einem feierlichen Rahmen in der Hamburger Elbphilharmonie statt.

Berenberg Kulturpreis 2026

Dr. Hans-Walter Peters, Soyoung Park und Prof. Dr. Jan Philipp Sprick (v.l.n.r.)

Mit dem Berenberg Kulturpreis wurde die 1998 in Südkorea geborene Violinistin Soyoung Park ausgezeichnet. Nach ihrem Bachelorstudium an der Seoul National University studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT), wo sie 2023 ihr Masterstudium absolvierte. Vor Kurzem hat sie ihr Konzertexamen in der Klasse von Prof. Tanja Becker-Bender abgeschlossen.

Karsten Wehmeier, Eda Aslan und Prof. Martin Köttering (v.l.n.r.)

Den Berenberg Kunstpreis erhielt die 1993 in Istanbul geborene Künstlerin Eda Aslan. Sie studierte Bildhauerei und Malerei an der Marmara Universität und schloss 2025 ihr Masterstudium „Zeitbezogene Medien“ an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg ab. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeiten liegt auf verlassenen Räumen, Erzählungen, Archiven und Zeugnissen, die in der Geschichtsschreibung aus-gelassen oder vergessen wurden.