Auf einen Blick
Volkswirtschaft
- Bisher hat die Weltwirtschaft die Folgen des Iran-Krieges überraschend gut überstanden.
- Aber der erneute Anstieg der Öl- und Gaspreise wird das Wachstum im Herbst und Winter in Europa und Asien dämpfen.
- Bisher kaum Zweitrundeneffekte - aber Zentralbanken reagieren dennoch auf die hohen Energiepreise.
Aktien
- Globale Aktienindizes notieren nahe ihrer Allzeithochs. Unter der Oberfläche spielt sich eine starke Sektor-Rotation ab.
- Unser Aktienübergewicht bleibt durch eine solide Berichtssaison und robuste Fundamentaldaten gerechtfertigt.
- Energiepreisrisiken und das hohe Zinsniveau halten die Volatilität hoch. Rücksetzer sehen wir eher als Chance für Käufe.
Anleihen
- Staatsanleiherenditen wurden durch Energiepreisrisiken und eine restriktivere Geldpolitik auf Höchststände getrieben.
- Strukturelle Inflations- und Zinsrisiken bleiben hoch, Staatsanleihen haben mittelfristig nur wenig Erholungspotenzial.
- Eine stabile Konjunktur, solide Fundamentaldaten und hohe absolute Renditen sprechen für Unternehmensanleihen.
Rohstoffe
- Die fundamentalen Treiber für Gold bleiben intakt. Die Volatilität dürfte uns jedoch mit hohen Ölpreisen erhalten bleiben.
- Ohne eine Deeskalation am Golf dürfte der Ölpreis wohl weiter auf hohem Niveau verharren und der Markt eng bleiben.
- Industriemetalle dürften durch ein anhaltend knappes Angebot auch in den kommenden Wochen weiter gestützt bleiben.
Währungen
- Der Euro profitierte von der EZB-Leitzinsanhebung nicht, sondern gab sogar weiter nach.
- Trotz der anhaltenden EZB-Straffung dürfte sich der Euro aufgrund von Stagflationsrisiken weiterhin schwertun.
- Der Yen erholt sich nach einer koordinierten Intervention. Für anhaltende Stärke bedarf es einer noch restriktiveren BoJ.

Ulrich Urbahn
Ulrich Urbahn ist CFA-Charterholder und gehörte bei der renommierten Extel-Umfrage jahrelang zu den drei weltweit besten Multi-Asset-Research-Teams an. Nach seinen Diplomen in VWL und Mathematik an der Universität Heidelberg war er mehr als zehn Jahre bei der Commerzbank unter anderem als Senior-Cross-Asset-Stratege tätig. Er arbeitet seit Oktober 2017 für Berenberg und leitet die Abteilungen Multi Asset Strategy & Research sowie Portfoliomanagement Liquid Alternatives & Solutions. Darüber hinaus ist er stimmberechtigtes Mitglied des Investment Committees und für die Kapitalmarktkommunikation verantwortlich.

Dejan Djukic
Dejan Djukic leitet das gesamte Portfoliomanagement von Berenberg. Darunter zählen die Abteilungen Multi Asset, Equities, Fixed Income, Alternatives, Solutions, die Produktspezialisten sowie das ESG Office. Zudem ist er verantwortlich für das Investment Committee sowie das Asset Allocation Committee. Nach seinem Master in Finance, begann er seinen Werdegang bei der Commerzbank AG. Djukic verantwortete dort die Asset Allocation für die Vermögensverwaltungs- und Fondsmandate. Zudem war er stimmberechtigtes Mitglied des globalen Investment Committees und verwaltete die größten Publikumsfonds und Privatkundenmandate der Bank. Im Anschluss übernahm er die Verantwortung für das Portfoliomanagement der DZ Privatbank S.A.. Sein Team verantwortete die Groß- und Spezialmandate.


