Kompakter Ausblick auf Kapitalmärkte, Volkswirtschaft, Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen. Jeden Monat neu.

Kapitalmärkte - Horizonte Handout | 03. Jun 2026

Horizonte Handout Juni 2026

Lesedauer: 25 MIN

Volkswirtschaft

  • Der Nahost-Konflikt dürfte sich im weiteren Verlauf des Jahres negativ auf das Wachstum in der Eurozone auswirken.
  • Die durch den Krieg anziehende Inflation lastet auf den Umfragewerten von Trump. Dieser dürfte daher an einer zeitnahen Beendigung des Konfliktes interessiert sein.
  • Auch nach Kriegsende dürften die nur allmählich sinkenden Energiepreise gegen voreilige Zinssenkungen sprechen.

Aktien

  • Die Entspannung am Persischen Golf sowie der Chip-Boom bescherten den Aktienmärkten den nächsten starken Monat.
  • Mit Blick auf die starken US- Fundamentaldaten fühlen wir uns mit unserem leichten Aktienübergewicht weiterhin wohl.
  • Durch die Mega-IPOs sowie die sich anbahnenden US-Zwischenwahlen dürften die Märkte über den Sommer aber tendenziell volatiler werden.

Anleihen

  • Die fallenden Ölpreise Ende des Monats führten zu einer ordentlichen Rallye bei Staatsanleihen.
  • Dennoch sehen wir begrenztes Aufwärtspotenzial bei Staatsanleihen – vor allem durch die stark erhöhten Inflationsrisiken.
  • Unternehmensanleihen haben ihre Spreadeinengung im Mai dank robuster US-Konjunkturdaten weiter fortgesetzt.

Alternative Investments / Rohstoffe

  • Der Ölpreis bleibt vom Nahost-Konflikt getrieben. Jedoch dürfte selbst eine zeitnahe Konfliktlösung den Ölpreis nur moderat belasten.
  • Steigende Anleiherenditen und Leitzinserwartungen belasten den Goldpreis. Strukturelle Preistreiber bleiben jedoch unverändert intakt.
  • Industriemetalle profitieren trotz des konjunkturell anspruchsvollen Umfelds von anhaltenden Lieferengpässen.

Währungen

  • Der US-Dollar zeigte im Monatsverlauf aufgrund des anhaltenden Nahost-Konfliktes leichte Stärke.
  • Der Euro dürfte derweil von sich allmählich eintrübenden Wirtschaftsindikatoren und der hohen Energieabhängigkeit der Eurozone eher zur Schwäche neigen.
  • Der Yen könnte bei einer weiteren Straffung der Geldpolitik zumindest etwas an Stärke gewinnen.