Volkswirtschaft
- Der Nahost-Konflikt dürfte sich im weiteren Verlauf des Jahres negativ auf das Wachstum in der Eurozone auswirken.
- Die durch den Krieg anziehende Inflation lastet auf den Umfragewerten von Trump. Dieser dürfte daher an einer zeitnahen Beendigung des Konfliktes interessiert sein.
- Auch nach Kriegsende dürften die nur allmählich sinkenden Energiepreise gegen voreilige Zinssenkungen sprechen.
Aktien
- Die Entspannung am Persischen Golf sowie der Chip-Boom bescherten den Aktienmärkten den nächsten starken Monat.
- Mit Blick auf die starken US- Fundamentaldaten fühlen wir uns mit unserem leichten Aktienübergewicht weiterhin wohl.
- Durch die Mega-IPOs sowie die sich anbahnenden US-Zwischenwahlen dürften die Märkte über den Sommer aber tendenziell volatiler werden.
Anleihen
- Die fallenden Ölpreise Ende des Monats führten zu einer ordentlichen Rallye bei Staatsanleihen.
- Dennoch sehen wir begrenztes Aufwärtspotenzial bei Staatsanleihen – vor allem durch die stark erhöhten Inflationsrisiken.
- Unternehmensanleihen haben ihre Spreadeinengung im Mai dank robuster US-Konjunkturdaten weiter fortgesetzt.
Alternative Investments / Rohstoffe
- Der Ölpreis bleibt vom Nahost-Konflikt getrieben. Jedoch dürfte selbst eine zeitnahe Konfliktlösung den Ölpreis nur moderat belasten.
- Steigende Anleiherenditen und Leitzinserwartungen belasten den Goldpreis. Strukturelle Preistreiber bleiben jedoch unverändert intakt.
- Industriemetalle profitieren trotz des konjunkturell anspruchsvollen Umfelds von anhaltenden Lieferengpässen.
Währungen
- Der US-Dollar zeigte im Monatsverlauf aufgrund des anhaltenden Nahost-Konfliktes leichte Stärke.
- Der Euro dürfte derweil von sich allmählich eintrübenden Wirtschaftsindikatoren und der hohen Energieabhängigkeit der Eurozone eher zur Schwäche neigen.
- Der Yen könnte bei einer weiteren Straffung der Geldpolitik zumindest etwas an Stärke gewinnen.


