Kompakter Ausblick auf Kapitalmärkte, Volkswirtschaft, Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen. Jeden Monat neu.

Kapitalmärkte - Horizonte Handout | 01. Sep 2026

Horizonte Handout September 2026

Lesedauer: 25 MIN

Volkswirtschaft

  • Die globale Konjunktur wird weiterhin durch die hohen Energiepreise belastet, zeigt sich aber insgesamt robuster als erwartet.
  • Die Konjunkturindikatoren für die Eurozone deuten auf ein robustes drittes Quartal hin.
  • In den USA ist es vor allem der Konsum der Verbraucher, der das Wirtschaftswachstum stützt. Die gestiegenen Energiepreise schmälern jedoch auch hier die Kaufkraft der Konsumenten.

Aktien

  • Aktien trotzten dem Abverkauf am Rentenmarkt und performten im August solide.
  • Wir halten an unserem Aktienübergewicht weiterhin fest. Denn die Datenlage auf Makro- und Unternehmens-ebene bleibt weiterhin stark.
  • Wir haben aber unser Übergewicht mit Blick auf die nun etwas höhere Positionierung und der historisch schwächeren September-Saisonalität zuletzt marginal reduziert.

Anleihen

  • Staatsanleihen, vor allem das lange Ende der Kurve, verloren im August an Wert. Zinsen stehen nun nahe ihrer 20J-Hochs.
  • Steigende Staatsschulden, politische Risiken und eine robuste Konjunktur dürften auf dem Komplex weiterhin lasten.
  • Unternehmensanleihen zeigen sich trotz Rekord-Neuemission robust: Spreads tendieren weiterhin nahe ihrer Tiefstände aus den letzten Monaten.

Alternative Investments / Rohstoffe

  • Der Ölpreis steht nach wie vor im Zeichen der geopolitischen Spannungen. Das Angebot aus dem Golf bleibt derweil knapp.
  • Anfänglicher Optimismus im Nahen Osten, ein schwächerer US-Arbeitsmarktbericht und stärkere Anleihekäufe durch das US-Treasury stützten Edelmetalle im August.
  • Industriemetalle profitieren trotz des konjunkturell anspruchsvollen Umfelds von einem knappen Angebot.

Währungen

  • Der US-Dollar schwächelt erneut. Trumps Politik bleibt unberechenbar, die Schulden steigen und Fed-Chef Warsh überzeugt die Märkte nicht.
  • Die Konjunktur in der Eurozone überraschte zuletzt positiv. Die EZB steht davor, den Leitzins erneut anzuheben. Das stützt den Euro.
  • Der japanische Yen wird derzeit durch Interventionen der BoJ und der Fed am Devisenmarkt gestützt.