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News

Umfrageindikatoren offenbaren Divergenz der Erholung

Angesichts der wieder zunehmenden Infektionszahlen zeichnet sich eine Divergenz der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland und Europa ab. Für Deutschland hat der Ifo-Index vergangene Woche entsprechende Hinweise geliefert. Sowohl die Daten als auch die Kommentare des Ifo-Instituts weisen darauf hin, dass das Verarbeitende Gewerbe und der Dienstleistungssektor unterschiedlich auf die erneute Zuspitzung der Gefahrenlage reagieren.

Nachdem der Sub-Index der Dienstleister seit April vier Mal in Folge von –34,1 Punkten auf 7,7 Zähler im August zulegen konnte, geht es im September wieder auf 6,9…

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US-Dollar hat als Safe Haven noch nicht ausgedient

US-Dollar unter Druck

Der US-Dollar ist in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck geraten. Mitte März hatte die US-Währung ihren vor­läufigen Höchststand erreicht. Damals erhielt man für einen Euro lediglich etwas mehr als 1,06 US-Dollar. Aktuell gibt es für einen Euro gut 1,16 US-Dollar, zwischenzeitlich war der Wechselkurs sogar auf fast 1,20 US-Dollar je Euro gestiegen. Auch der breiter angelegte Dollar-Index, der die Wechselkursveränderung gegenüber einem Währungskorb abbildet, ist in dieser Zeit spürbar gesunken.

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Die vier Phasen des Aufschwungs

Der Schock hat nachgelassen. Nach dem beispiellosen Absturz der Wirtschaftsleistung um 20–30 % im März und April hat sich die Wirtschaft in der westlichen Welt mit dem Lockern der Lockdowns seit Mai wieder spürbar erholt. Wie erwartet schwächt sich das anfangs sogar überraschend ausgeprägte Tempo des Wiederaufschwungs mittlerweile schrittweise ab. Mit dem neuerlichen Anstieg der Neuinfektionen in Europa im August und September hat zudem das Rückschlagsrisiko zugenommen. Aber bisher sieht es so aus, als würden die Auftriebskräfte trotz eines kurzzeitigen Dämpfers die Oberhand behalten. Sofern…

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26. Berenberg-Podcast „Schmiedings Blick“: Zwischenbilanz

Unser halbjähriges Podcast-Jubiläum nehmen wir zum Anlass für eine Zwischenbilanz. Vieles ist seit dem Ausbruch der Pandemie seitens der Politik wie auch der Notenbanken angestoßen worden. Zur Bewältigung der jetzigen Krise nimmt der Bund erhebliche Kredite auf. Wie ist die zusätzliche Schuldenlast für 2020 und 2021 einzuschätzen? – Die Überbrückungshilfen von rund 25 Milliarden Euro für kleine und mittelständische Betriebe wurden nur zu einem kleinen Teil abgerufen. Ist das ein positives oder ein negatives Zeichen? – Die Konjunktur in Deutschland zieht an, der Aufholprozess hat aber an Fahrt…

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Bank of England vorerst zurückhaltend

Die englische Notenbank lässt ihre Geldpolitik im September unverändert. Wir erwarten allerdings, dass die BoE im November eine weitere Ausweitung ihres Wertpapierankaufprogramms ankündigen wird. Zwei Faktoren sprachen gegen eine frühere Ankündigung bereits im September: (1) Zum einen deuten gegenwärtige Konjunkturdaten auf eine starke Erholung der wirtschaftlichen Aktivität hin. (2) Darüber hinaus hat die englische Notenbank die im Juni angekündigte Ausweitung des Ankaufprogramms in Höhe von 100 Mrd. Pfund noch nicht vollständig abgeschlossen. Sie signalisiert aber, dass dies bis Jahresende…

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25. Berenberg-Podcast „Schmiedings Blick“: Schwerpunkt Inflation

Wir lenken den Blick auf die Inflation. Wie wird sich die Inflationsrate in den nächsten ein bis zwei Jahren entwickeln? Welche Auswirkungen haben Negativzins und unter den Zielwerten liegende Inflationswerte auf die Notenbankpolitik? Was wird die Fed machen, wenn die Inflation weiter steigt? Welche Kräfte treiben auf Dauer die Preise? Und in welchem Maße würde ein Ende der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zur Inflation beitragen und Bürger und Wirtschaft belasten?

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Starker Euro, schwache Inflation: EZB gibt sich vorerst unbeeindruckt

Mit einem Rückgang der Verbraucherpreise um 0,2 % im August (ggü. Vorjahresmonat) ist die Inflationsrate innerhalb der Eurozone erstmals seit 2016 wieder negativ. Die um volatile Preiskomponenten bereinigte Kerninflation bleibt zwar positiv, legte nach 1,2 % im Juli, im August aber nur noch um 0,4 % auf Jahresbasis zu. Dabei handelt es sich um den niedrigsten Anstieg seit der Einführung des Euro.

 

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Die Geldmenge steigt, doch die Inflation bleibt aus

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie steigt die Geldmenge in der Eurozone kräftig an. Im Juli haben die Geldmenge M1 (Bargeld und Sichteinlagen) im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 % und das weiter gefasste Aggregat M3 um 10,2 % zugelegt (Abbildung 1).

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USA: Fed-Chef Powell kündigt signifikante Änderungen an

Der Chef der amerikanischen Notenbank, Jerome Powell, hat vergangene Woche Änderungen für die amerikanische Geldpolitik angekündigt.

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Joe Biden weiterhin mit solidem Vorsprung

Rund zehn Wochen vor der Präsidentschaftswahl hat Herausforderer Joe Biden in den Umfragen weiterhin einen soliden Vorsprung vor Amtsinhaber Donald Trump. Bidens Sieg­wahrschein­lichkeit ist laut Wettquoten in den letzten vier Wochen jedoch von 59,2 % auf aktuell 55,3 % gesunken.

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Aufschwung in Gefahr? Noch ist das Risiko begrenzt

Geht unserem Aufschwung bald die Puste aus? Da die Zahl der Sars-CoV-2 Neuinfektionen auch in Deutsch­land spürbar steigt, ist diese Gefahr nicht von der Hand zu weisen. Nach etwa 250 registrierten Fällen pro Tag Mitte Juni ist diese Zahl für den Durchschnitt der vergangenen sieben Tage jetzt auf über 1000 gestiegen. Ein kleiner Teil lässt sich allein damit erklären, dass heute mehr getestet wird. Laut Robert Koch Institut (RKI) ist die Zahl der Test von etwa 510.000 pro Woche in der ersten Julihälfte auf 672.000 in der ersten Augustwoche gestiegen. Aber gleichzeitig hat sich der Anteil der…

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Der Wiederaufschwung läuft

Die Erholungsrally auf den Aktien­märk­ten hat sich in den letz­ten vier Wochen mit ver­min­der­tem Tempo fort­gesetzt. Dabei konnten ins­beson­dere US-Aktien zulegen.

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Schwäche des US-Dollars zum Euro

In schwierigen Zeiten gilt der US-Dollar als sicherer Anlagehafen. Folgerichtig stieg der Dollarkurs in der akuten Phase der Corona-Pandemie. Seit Ende Mai geht es für den „Greenback“ allerdings bergab –und seine Schwächephase dürfte auch erst einmal anhalten. Neben dem wieder gesunkenen Interesse der Investoren an sicheren Häfen, spielen vor allem drei Gründe eine Rolle für die aktuelle Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar...

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Währung aktuell - August 2020

Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar in den vergangenen vier Wochen kräftig zugelegt. Seit Anfang Juli ist die Gemeinschaftswährung um gut fünf Cent auf rund 1,18 US-Dollar je Euro gestiegen. Für den US-Dollar war es der schwächste Monat in den letzten zehn Jahren. Die Einigung während des viertägigen EU-Sondergipfels Mitte Juli auf den „Wiederaufbaufonds“ hat dem Euro Rückenwind gegeben. Auch wenn die Details des neuen Fonds nicht so ambitioniert ausgefallen sind wie ursprünglich von der EU-Kommission vorgesehen, so überwiegt an den Märkten doch der Eindruck, dass die EU-Länder die Wirtschaft…

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Eine Woche der Negativrekorde

Eine Woche der Negativrekorde
Für viele Staaten fiel die Hochphase des Pandemiegeschehens in das zweite Quartal. Die BIP-Daten für den entsprechenden Zeitraum zeigen daher das wirtschaftliche Ausmaß der im Rahmen der Pandemiebekämpfung verordneten Lockdown- und Eindämmungspolitik auf. Angesichts der in dieser Periode vielerorts erheblichen Einschränkungen für das öffentliche Leben, die mitunter in abgeschwächter Form bis heute anhalten, war bereits im Vorhinein klar, dass die Zahlen einen starken Rückgang zeigen würden. Auch die beispielsweise in den USA sukzessive Erholung der…

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Ein großer Schritt für Europa

Die Krise ist die Mutter des Fortschritts. Nach einem kurzen Blick in den Abgrund haben es die 27 Mitglieder der Europäischen Union geschafft, einige alte Tabus zu überwinden und neue Wege zu gehen. Das Finanzpaket über insgesamt 1,8 Billionen Euro, das die Staats- und Regierungschefs vier Tage lang mühsam geschnürt haben, weist viele Mängel auf.

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Währung aktuell - Juli 2020

Währung aktuell - Juli 2020
Im Vergleich zum Vormonat war die Situation am Devisenmarkt in den vergangenen Wochen recht ruhig. Im Mai hatte der Plan der EU-Kommission, einen 750 Milliarden Euro schweren „Wiederaufbaufonds“ aufzulegen, für kräftigen Aufwind bei der europäischen Gemeinschaftswährung gesorgt. Gegenüber dem US-Dollar konnte der Euro die Gewinne seither halten, aber nicht weiter ausbauen. Zum Britischen Pfund legte der Euro noch etwas zu, während die Gewinne von Ende Mai/Anfang Juni gegenüber dem Schweizer Franken zum Teil wieder abgegeben wurden. Mit aktuell gut 1,06 Franken je…

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Die Welt nach Corona (5): Die Rolle der Geldpolitik

Die Welt nach Corona (5): Die Rolle der Geldpolitik
In Wirtschafts- und Finanzkrisen schlägt die Stunde der Zentralbanken. Vor allem, wenn aufgrund wirtschaftlicher Schocks Reaktionsschnelligkeit gefragt ist, zeigen sich Zentralbanken handlungsfähig. So war es 2008/09 während der globalen Finanzkrise, als nach der Lehman-Pleite das Vertrauen in das Finanzsystem erschüttert war und eine Kettenreaktion mit weiteren Bankpleiten drohte. So ist es auch 2020 inmitten der Corona-Pandemie: Die Zentralbanken aller großen Länder haben in den „Whatever it takes“-Modus geschaltet und stellen mit…

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Wöchentlicher Berenberg-Podcast „Schmiedings Blick“

Berenberg-Chefvolkswirt Dr. Holger Schmieding ist einer der profiliertesten Banken-Volkswirte in Europa. Mehrfach wurde er für seine Vorhersagen ausgezeichnet, er war „Prognostiker des Jahres“ und dreimal bester Bankenvolkswirt in Europa bei den renommierten Extel Surveys. Bevor er 2010 zu Berenberg kam hat er u.a. am Kieler Institut für Weltwirtschaft und beim Internationalen Währungsfonds gearbeitet und war als Chefvolkswirt Europa für die Bank of America Merrill Lynch tätig.

 

In seinem Podcast spricht er mit Klaus Naeve, Leiter Wealth Management Deutschland, über die ökonomischen…

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Wiederaufschwung

Haben wir das Schlimmste über­stan­den? Auf beiden Seiten des Nord­atlan­tiks mehren sich die An­zeichen, dass dem bei­spiel­losen Ein­bruch der Kon­junktur seit etwa Ende April schritt­weise ein neuer Auf­schwung folgt. Noch ist es viel zu früh für eine echte Entwarnung. Mit dem Höhenflug von Ende Mai und Anfang Juni waren die Aktienmärkte ihrer Zeit weit voraus. Aber eine verhaltene Zuversicht ist durchaus angebracht.

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Handelsblatt-Kolumne "Coronomics": Ohne Reform ist alles nichts

Nicht nur die politischen und sozialen Folgen der Corona-Krise sind in ihrer Dimension kaum zu überschätzen, sondern vor allem auch ökonomisch stellt die Pandemie eine historische Zäsur dar. Was bedeutet ein Wachstumseinbruch von bis zu zehn Prozent für die Staatsverschuldung? Wie wird sich das künftige Verhältnis von Staat und Wirtschaft gestalten? Was bedeutet die Pandemie für die Globalisierung? Wie kommt eine exportorientierte Ökonomie wie die deutsche mit den Deglobalisierungstendenzen klar?

Diesen Fragen gehen vier Ökonomen im wechselnden Rhythmus jede Woche Dienstag in der Kolumne…

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Währung aktuell - Juni 2020

WÄHRUNG AKTUELL - JUNI 2020
Die Angst vor einer neuen Eurokrise schwindet. Der Plan der EU-Kommission, einen 750 Milliarden Euro schweren „Wiederaufbaufonds“ aufzulegen, ist ein starkes Signal, dass Europa die Corona-Krise solidarisch überwinden wird.
Die Risikoaufschläge auf italienische Staatsanleihen haben sich zurückgebildet. Zudem haben die gewaltigen Konjunkturprogramme und die massive geldpolitische Unterstützung durch die EZB das Vertrauen der Finanzmarktakteure gestärkt, sodass sich der Euro in den letzten Wochen erholen konnte. Da sich auch konjunkturell Licht am Horizont abzeichnet,…

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Die Welt nach Corona (4): Staatsschulden am Limit

Die Welt nach Corona (4): Staatsschulden am Limit
Während die globale Wirtschaft in Teilen immer noch still steht, versuchen die Staaten, Unternehmen und Arbeitsplätze zu retten. Bis die Pandemie soweit unter Kontrolle ist, dass die Wirtschaft wieder weitgehend normal laufen kann, werden die Staaten viel Geld ausgeben. Gleichzeitig werden die Einnahmen sinken, weil die Steuerbasis erodiert. Damit kommt es nach der globalen Finanzkrise 2008/09 zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit zu einem sprunghaften Anstieg der Staatsschulden.

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Ankauf von Staatsanleihen: Der Irrtum der Richter

Der Irrtum der Richter
In seinem Urteil über das Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Ankauf von Staatsanleihen in den vergangenen fünf Jahren kam das Bundesverfassungsgericht am 5. Mai zu einem schwerwiegenden Ergebnis: Die EZB und der Europäische Gerichtshof, der das Programm für rechtens erklärt hat, haben das deutsche Grundgesetz verletzt. Sie haben sich Kompetenzen angemaßt, die ihnen nicht zustehen. Das Urteil ist zu respektieren. Aber das ändert nichts daran, dass es ökonomisch gesehen mehr als fragwürdig ist.

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Die Welt nach Corona (3): Mehr Markt oder mehr Staat?

Die Welt nach Corona (3): Mehr Markt oder mehr Staat
In der aktuellen Corona-Pandemie wird auch diskutiert, welche Lehren aus der Krise für die künftige Wirtschaftsordnung zu ziehen sind. Manche Beobachter meinen, es komme zu einer Renaissance des Staates und die Folgen des „ungebremsten Kapitalismus“ müssten auf die Agenda der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Diskussion. Nun mag während der globalen Finanzkrise vor gut zehn Jahren zu Recht eine Debatte über eine bessere Wirtschaftsordnung geführt worden sein, denn eine wesentliche Ursache der damaligen Krise waren mangelnde…

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