Diversifizierung sei der einzige „Free Lunch“ am Kapitalmarkt, heißt es in dem Zitat, das dem Nobelpreisträger Harry Markowitz zugeschrieben wird. Er kombinierte 1952 erstmals Renditeerwartungen einzelner Investments, die damit einhergehenden Risiken sowie deren Zusammenspiel (Korrelation), um optimale Portfolioallokationen zu identifizieren. Für diese Grundlage der Modernen Portfoliotheorie wurde er 1990 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet. Obwohl sich der Kapitalmarkt seitdem sehr verändert hat und es heute genauere Methoden gibt, Risiken zu messen, bilden die Erkenntnisse von Markowitz auch über ein halbes Jahrhundert später noch die Grundlage einer professionellen Strategischen Asset Allocation (SAA). Da die SAA laut empirischen Untersuchungen über bis zu 90 Prozent des Anlageerfolgs entscheidet, stellt sie insbesondere für Stiftungen einen Schlüsselfaktor dar.
Autor

Michael Kreibich
Michael Kreibich ist Head of Institutional Clients bei Berenberg und verantwortet die institutionelle Plattform. Seit 2009 im Unternehmen, war er rund zehn Jahre als Portfolio Manager und Product Specialist tätig – mit Fokus auf Spezialmandaten und Publikumsfonds für institutionelle Anleger. 2019 übernahm er die Leitung des Investment Consultings mit Schwerpunkt auf Strategischer Asset Allokation und Asset Liability Management.
Michael Kreibich ist Diplom-Bankbetriebswirt, CFA- und CAIA-Charterholder sowie Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management.


